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Krefeld Pinguine: Sergei Belov überzeugt beim Debüt

DEL : Belov überzeugt beim Debüt

Beim 3:1-Sieg über die Grizzlys Wolfsburg lieferte Torhüter Sergei Belov eine starke Leistung auf dem Eis ab.

Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Die Skepsis bei den Fans der Krefeld Pinguine war groß. Doch die sportliche Führung um Sportdirektor Sergey Saveljev und Trainer Glen Hanlon glaubten an ihn. Beim 3:1-Sieg über die Grizzlys Wolfsburg lieferte Torhüter Sergei Belov die passende Antwort auf dem Eis. In seinem ersten Eishockey-Spiel nach fast als 20 Monaten zeigte der 27-Jährige eine starke Leistung und ließ seine Kritiker zunächst einmal verstummen. Der Russe parierte 32 von 33 Schüssen, kam somit auf eine Fangquote von 96,97 Prozent. Beim einzigen Gegentor war Belov machtlos, Unsicherheiten ob der fehlenden Spielpraxis suchte man über die 60 Minuten vergebens. Im Gegenteil: Belov holte sich mit einigen einfachen Paraden schnell das nötige Selbstvertrauen, zeigte gute Reflexe und parierte im Anschluss mehrfach stark.

Trainer Glen Hanlon war nach dem Spiel voll des Lobes, sagt: „Unser Torwart war sensationell. Dafür, dass er so lange nicht gespielt hat, war es ein phänomenaler Auftritt.“ Viele hatten Belov, der bis zu seinem Wechsel zu den Pinguinen ausschließlich in diversen russischen Ligen unterwegs war, so einen Auftritt nicht zugetraut. Nachdem sein Engagement beim Zweitligisten HK Ryazan mit nur sechs Einsätzen im Februar 2019 endete, blieb der Torhüter in der Saison 2019/2020 gänzlich ohne Spieleinsatz. Dass die Pinguine für Belov den Schweden Oskar Östlund vor die Tür setzten, sorgte bei vielen Anhängern für Kopfschütteln. Doch die Pinguine stellten Belov in Torwarttrainer Igor Gross einen erfahrenen Mann an seine Seite. Seit dem Sommer arbeiten beide zusammen. Hanlon: „Igor war sich sicher, dass er bereit ist und hat viel Vertrauen in ihn. Im Spiel hat man gesehen warum. Er war sehr fokussiert und immer an der richtigen Stelle.“ Auch Mannschaftskollege Martin Schymainski lobte den Pinguine-Torwart, sprach dabei vor allem von der vorbildlichen Einstellung Belovs: „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Beim Training gibt er immer 100 Prozent, ist immer einer der ersten auf dem Eis. Er ist ein super Kerl und daher gönne ich es ihm, dass er heute zwischen den Pfosten stand und den Sieg eingefahren hat.“ Dabei ließ sich der 27-Jährige auch von der angespannten Situation vor dem Spiel nicht aus der Ruhe bringen. Während die gesamte Mannschaft das Warm-Up bestreikte und damit der sportlichen Führung ein klares Signal senden wollte, bereitete sich Belov kurz mit seinem Teamkollegen Ivan Petrakov vor. Nach seiner guten Leistung gab sich Belov bescheiden, sagt: „Ich habe viele Schüsse halten können und einfach versucht, meinen Job zu machen. Das hat der Mannschaft sicherlich geholfen. Ich bin froh, dass ich meinen Teil zum Sieg beitragen konnte.“

Wann Belov seinen nächsten Einsatz bekommt, ist indes noch unklar. Der Schwede Jonas Johansson soll vier der sechs Spiele beim Magenta-Cup absolvieren. Ob im verbleibenden Spiel Belov oder Ersatzmann Marvin Cüpper im Tor steht, ist noch nicht geklärt. So oder so ist der Russe mit der derzeiten Torhütersituation zufrieden: „Wir haben drei Torhüter auf einem hohen Niveau. Wir bauen als Kollektiv etwas Starkes auf und die Konkurrenz ist das beste Training.“