Die Pinguine verlieren 3:4 in Nürnberg - Spannender Kampf um Play-offs

Krefeld Pinguine : Das Rennen um Platz zehn ist wieder offen

Die Pinguine verlieren 3:4 in Nürnberg. Der Vorsprung schmilzt auf sieben Punkte, die Franken haben zwei Spiele weniger gespielt.

Die Krefeld Pinguine kehren ohne Punkte aus Nürnberg zurück. Die Schwarz-Gelben unterlagen den Ice Tigers am Sonntagnachmittag mit 3:4. Nach einem Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels liefen die Krefelder einem Rückstand hinterher, den sie am Ende nicht mehr aufholten. Die Pinguine haben es durch die Niederlage verpasst, ihre Ausgangssituation im Kampf um den zehnten Tabellenplatz zu verbessern. Der Vorsprung auf die Nürnberger beträgt nur noch sieben Punkte – die Franken haben jedoch zwei Spiele weniger absolviert.

Nach Viedeobeweis erkennen Schiris Pinguine-Führung nicht an

Die Mannschaft von Trainer Brandon Reid gab nach einem sehr unglücklichen Spielverlauf die Begegnung nie auf, erkämpfte sich in den Schlusssekunden noch die Chance zum Ausgleich, wurde aber für ihren Einsatz nicht belohnt. Die Pinguine waren im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Strittig wurde es nach acht Minuten, als die beiden Hauptschiedsrichter die Schwarz-Gelben um die Führung brachten. Phillip Bruggisser hatte von der blauen Linie abgezogen, Niklas Treutle konnte nur nach oben abprallen lassen und Jacob Berglund schlug den Puck volley ins Tor. Auf den Fernsehbildern war zu erkennen, dass der Schwede das Spielgerät unterhalb der Querlatte traf, jedoch entschieden die Unparteiischen auf einen zu hohen Stock von Berglund – da halfen auch die Proteste von Trainer Reid nichts. Berglund selber konnte die Entscheidung nicht nachvollziehen. „Ich bin mir sicher, dass ich die Scheibe erst unterhalb der Latte getroffen habe“, sagte der Torjäger nach dem Spiel. Greger Hanson setzte sich kurz vor Drittelende sehenswert durch, brachte den Puck aber nicht im Tor unter (18.).

Doppelschlag der Nürnberger bringt Pinguine ins Hintertreffen

Im Mitteldrittel erwischten die Krefelder einen Fehlstart. Samson Mahbod leistete sich ein unnötiges Foul, Brandon Buck war im Powerplay mit einem Flachschuss erfolgreich. Nur 38 Sekunden später wurde ein Schuss von Bruggisser geblockt, Chris Brown war auf und davon und ließ Dimitri Pätzold keine Abwehrchance (22.). Die Pinguine brauchten ein paar Minuten, um sich vom Zwei-Tore-Rückstand zu erholen, doch sie kamen zurück. Berglund nutzte ein Überzahlspiel zum Anschlusstreffer (31.). Die Nürnberger Antwort blieb nicht aus. Pätzold hatte seine Kelle verloren, was Philippe Dupuis mit einem Flachschuss zum 3:1 ausnutzte (37.). Als die Schwarz-Gelben für 86 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standen, bewies Daniel Pietta Geduld und Übersicht – Martin Schymainski schoss zum 3:2 ein (39.).

Sonntag steigt die Neuauflage
im Duell mit Nürnberg

Im Schlussdrittel spielten die Krefelder offensiver, ließen sich aber auskontern. Brown traf zum 4:2 (47.). Tim Miller verkürzte drei Minuten vor Spielende mit einem Flachschuss zum 3:4 (57.). In den letzten 42 Sekunden spielten die Pinguine in Überzahl und nahmen zusätzlich Pätzold vom Eis, doch die Nürnberger retteten den knappen Vorsprung über die Zeit und machten damit das Rennen um Platz zehn wieder deutlich spannender als es zuletzt schien. Am kommenden Sonntag kommt es zur Neuauflage des Duells der Pinguine gegen die Franken. Das erste Bully ist um 17 Uhr in der Yayla-Arena, Freitag spielen die Pinguine in Ingolstadt.

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