Krefeld Pinguine sind bemüht, DEG spielt cleverer

Straßenbahnderby : Krefeld Pinguine sind bemüht, DEG spielt cleverer

Die Düsseldorf Gäste treten im Straßenbahnderby im Stile eines Spitzenteams auf, präsentieren das bessere Überzahlspiel. Für die Krefelder war die Derby-Pleite die fünfte Niederlage in Folge.

Die fünfte Niederlage in Folge für die Krefeld Pinguine – trotz einer vor allem kämpferisch überzeugenden Leistung unterlag die Mannschaft von Trainer Brandon Reid im Derby gegen clevere Düsseldorfer am Freitag mit 2:4-Toren. Das bessere Überzahlspiel, mit dem die DEG zwei Treffer erzielte, war ausschlaggebend für die erste Saisonniederlage gegen die Landeshauptstädter.

Die Pinguine spielten gegen die Düsseldorfer über weite Strecken auf Augenhöhe. Doch die Gäste zeigten, warum sie auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Im Stile einer Spitzenmannschaft trafen die Düsseldorfer in den entscheidenden Momenten und sicherten sich die drei Punkte. Trotz der Niederlage bleiben die Pinguine auf dem zehnten Tabellenplatz, da auch Iserlohn und Nürnberg unterlagen.

Pietta beendet nach 15 Spielen die Serie ohne eigenen Treffer

Da war die Stimmung noch bestens – nicht nur bei Daniel Pietta nach seinem Ausgleichstor zum 1:1. Seinem ersten Treffer nach 15 Spielen. Foto: WZ/Esser, Stephan

Die DEG war in einem packenden Derby im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Ryan McKiernan traf in der Anfangsphase den Pfosten (5.). Der Tabellenzweite benötigte ein Powerplay für den ersten Treffer – Jerome Flaake traf auf Zuspiel von Ken Andre Olimb (11.). Etwas glücklich kamen die Pinguine dann zum Ausgleich. Daniel Pietta zog fast von der blauen Linie ab und der Puck landete im Netz. Bei Pietta fiel nach der 15 Spiele währenden Durststecke ohne eigenen Torerfolg der Jubel entsprechend befreit aus (17.).

Als sich die 7 122 Zuschauer so langsam schon auf die erste Drittelpause eingestellt hatten, gingen die Düsseldorfer erneut in Führung. Für die Schwarz-Gelben war das Gegentor denkbar unnötig, denn die vierte Reihe der Landeshauptstädter hatte zugeschlagen. Lukas Laub setzte sich in der Bandenecke erfolgreich durch, brachte den Puck zu Christian Kretschmann, der direkt abzog und ins kurze Eck traf. Ausgerechnet Ex-Pinguin Kretschmann, der in dieser Saison überhaupt noch nicht ins Tor getroffen hatte (20.).

Jacob Berglund fläscht einen Schuss von Kabanov ab – 2:2

Diesen Fehler machten die Schwarz-Gelben zu Beginn des Mitteldrittels wett. Jacob Berglund fälschte einen Schuss von Kirill Kabanov zum 2:2 ab. Der Schwede traf damit im fünften Spiel in Folge (22.). Das gab den Pinguinen Selbstvertrauen, sie verpassten allerdings die Führung. Samson Mahbod (25.) und James Bettauer (33.) hatten die besten Möglichkeiten. Nach einer zweifelhaften Strafe gegen Garrett Noonan folgte die kalte Dusche. Braden Pimm fälschte ab, der Puck fand den Weg vorbei an Ilya Proskuryakov ins Netz (34.). Jetzt war die DEG wieder am Drücker, die Krefelder retteten sich in die zweite Pause.

Am Sonntag geht es rheinisch weiter – das Derby bei den Haien

Im letzten Drittel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, mit Chancen auf beiden Seiten. Für die Vorentscheidung sorgte die Kaltschnäuzigkeit von Alexander Barta, der den Puck hinter dem Tor stehend Proskuryakov an die Ausrüstung spielte und von dort über die Linie kullerte (53.). Auch eine doppelte Strafe gegen Jaden Descheneau in der Schlussphase konnten die Schwarz-Gelben nicht nutzen, da sie sich durch Hinausstellungen von Kabanov und Chad Costello selbst schwächten. Am Sonntag steigt die Fortsetzung des rheinischen Derbys  – bei den Kölner Haien um 14 Uhr.

Mehr von Westdeutsche Zeitung