Pinguinen gelingt nach sechs Niederlagen in Serie die Trendwende

Eishockey : 3:2 – Krefeld Pinguine stoppen Negativserie

Die Pinguine siegen im Heimspiel gegen Augsburg. Zuvor hatten sie sechs Spiele in Folge verloren. Publikumsliebling Schymainski trifft zum wichtigen 3:1.

Schöne Bescherung für die Krefeld Pinguine! Die Schwarz-Gelben stoppten am zweiten Weihnachtsfeiertag ihre Niederlagenserie und schlugen die Augsburger Panther mit 3:2. Martin Schymainski gelang der entscheidende Treffer im zweiten Drittel. Eine schlechte und eine gute Nachricht gab es vor dem ersten Bully. Die Verantwortlichen der Pinguine werden enttäuscht auf die Tribünen geschaut haben, denn beim sonst so zuschauerträchtigen Weihnachtsheimspiel fanden sich nur 4 313 Zuschauer auf den Rängen ein.

Das erste Gegentor fällt im ersten Unterzahlspiel der Pinguine

Vor Spielbeginn stand hingegen bereits fest, dass die Pinguine unabhängig vom Spielausgang auf dem zehnten Tabellenplatz bleiben werden. Nürnberg war spielfrei und Iserlohn unterlag am frühen Nachmittag in Düsseldorf. So konnte die Mannschaft von Brandon Reid den Vorsprung auf die Verfolger ausbauen und startete nach zuletzt sechs Niederlagen engagiert.

Die Schwarz-Gelben konnten das erste Powerplay nutzen, weil Vinny Saponari sich vor das Gehäuse geschlichen hatte und den Pass von Chad Costello im genau richtigen Moment erhielt (4.). Die Krefelder drückten weiter aufs Tempo, einen Konter schloss Costello sehenswert ab, weil Phillip Bruggisser den Top-Scorer am langen Pfosten sah (11.). Einziges Ärgernis war, dass die Schwarz-Gelben in ihrem ersten Unterzahlspiel ebenfalls einen Treffer hinnehmen musste. Daniel Schmölz stand zu frei und traf ins lange obere Eck (17.).

Ankert nach einem rüden Foul von Fraser kurz benommen

Passend zum zweiten Weihnachtsfeiertag hatten die Augsburger ein Geschenk mitgebracht, denn sie übersahen in der 25. Minute Schymainski vor dem eigenen Tor. Travis Ewanyk und James Bettauer störten die Panther im Spielaufbau, der Puck kam zu Schymainski, der nicht lange zögerte und aus der Drehung zum 3:1 traf. Zwei Minuten später wurde Torsten Ankert von Matt Fraser an der Bande niedergestreckt. Der Verteidiger blieb zunächst liegen, konnte die Begegnung aber fortsetzen. Fraser bekam 2+10 Minuten aufgebrummt (26.). Die Pinguine konnten das folgende sowie ein weiteres Überzahlspiel nicht nutzen, standen dafür aber defensiv sehr gut. Sie blockten einige Schussversuche des Tabellenvierten und gingen mit dem Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Pause.

Nach dem Anschlusstor verlieren die Pinguine die Spiel-Kontrolle

Die Pinguine erwischten einen denkbar schlechten Start ins Schlussdrittel. Ankert wurde hinaus gestellt, die Augsburger nutzten auch ihr zweites Überzahlspiel. David Stieler setzte sich gegen Bruggisser durch, drückte einen Nachschuss über die Linie (42.). Der Treffer zeigte Wirkung, die Krefelder agierten nicht mehr ganz so souverän, fingen sich jedoch wieder und ließen keinen weiteren Gegentreffer zu. Auch nicht, als Torhüter Keller bereits mehr als zwei Minuten vor Spielende sein Tor verlassen hatte – die Schwarz-Gelben retteten den knappen Vorsprung über die Zeit. Einziger Wermutstropfen: Bettauer prallte im Schlussdrittel in die Bande, humpelte zur Spielerbank zurück und konnte nicht weiterspielen. Am Freitag steht nun das Heimspiel gegen Tabellenführer Mannheim an.

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