Krefeld Pinguine: Der Pinguine-Trainer und sein Auftrag

Krefeld Pinguine: Der Pinguine-Trainer und sein Auftrag

Nach einem Saisonstart mit viel Frustpotenzial, wird es Zeit, die Wende einzuleiten. Vor allem mit mehr Bewegung — körperlich und geistig.

Krefeld. Rauf, runter, rechts, links — schnelle Reihenwechsel und präzises Passspiel: Pinguine-Trainer Rick Adduono skizziert knapp die Schwerpunkte der Trainingsarbeit unter der Woche. Adduono ist ein Schnellredner, zumal wenn er seine Gedanken in seiner Sprache äußert. Wenn es aber etwas Bedeutsames zu sagen gibt, hört man das bei ihm schnell heraus.

Am Donnerstag, als er aus dem Innenleben des Teams erzählt, macht er diese bedeutende Pause und sagt: „Move your feet all the time.“ Es war die Analyse eines Trainers über den erkannten Mangel im Team, der nichts anderes als eine Aufforderung an jeden einzelnen Profi beinhaltet. „Bewege deine Füße zu jeder Zeit.“

Rüdiger Noack, der sportliche Leiter, hatte in der WZ die Spielweise als grundsätzlich in Ordnung klassifiziert. „Aber leider zeigen wir das nicht über 60 Minuten. Das ist das große Manko.“ Deutlichster Beleg war die 5:6-Pleite in der Verlängerung in Schwenningen vor einer Woche, als ein 5:3-Führung weggegeben wurde. Und so sagt Adduono: „Die Spieler brauchen mehr Energie, müssen über 60 Minuten fit sein. Mit sieben Verteidigern gelingt uns das besser.“

In Scott Valentine hat der Kanadier nun eine weitere Option in der Defensive. Das ist vor allem für das Über- und Unterzahlspiel wichtig. Daher lag im Training in den Situationen wie Reihenwechsel und Passspiel der Schwerpunkt. Einfache, aber wichtige Dinge, besonders gegen einen Gegner wie die Kölner Haie.

Vor dem Spiel am Freitag (19.30 Uhr) in der Domstadt warnt der Trainer besonders vor der Aggressivität und dem Umschaltspiel der Haie: „Die Kölner sind aggressiv in der Verteidigung und werden uns kaum Platz geben, die Scheibe lange zu kontrollieren.“ Das, was die Haie so gut beherrschen, will Adduono auch etablieren. Nachhaltig besser werden soll auch die Effizienz vor dem Tor. 44 Schüsse und nur zwei Treffer. Das war die Ausbeute im Spiel am Sonntag beim 2:3 gegen München. Natürlich deutlich zu wenig.

Adduono ist gleichwohl sicher, dass seine Spieler auch gegen Köln und am Sonntag (16.30 Uhr) gegen den Meister Adler Mannheim ihre Chancen zum Torabschluss suchen werden. Adduono: „Egal ob Pietta, Eriksson oder Collins. Alle werden ihre Möglichkeiten für fünf, sechs Schüsse bekommen.“

Die jungen, deutschen Spieler sollen auch in wichtigen Situationen ihre Eiszeit bekommen. Im Powerplay steht Christian Kretschmann daher jetzt an der Seite von Daniel Pietta und Martin Schymainski. Über Andreas Driendl sagt Adduono: „Er hat seine vier Tore gemacht, das reicht aber noch nicht. Er muss noch besser werden, und wir geben ihm das Vertrauen.“ Im Überzahlspiel wird Driendl an der blauen Linie mit Robin Weihager stehen.

Im Tor beginnt nach auskurierter Verletzung wieder Tomas Duba. Adduono: „Patrick Klein hat mehr geliefert, als wir von ihm erwarten konnten.“ Rüdiger Noack geht sogar noch weiter und spricht von einem „Top-Torhüter“, der auf Dauer heranwächst.

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