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Pinguine verlieren bei Piettas Debüt

Pinguine verlieren bei Piettas Debüt

Pinguine-Kapitän erzielt in seinem ersten Saisonspiel den Ausgleich gegen Berlin — doch Krefeld verliert nach Verlängerung mit 1:2.

Krefeld. Torflaute im KönigPalast: Nachdem in den beiden bisherigen Heimspielen jeweils elf Treffer fielen, waren es am Freitagabend nur deren drei. Die Pinguine unterlagen den Eisbären Berlin mit 1:2 (0:0,0:1,1:1,0:1) nach Verlängerung). Zusätzlich bitter für die Schwarz-Gelben: Die Verteidiger Steve Hanusch und David Fischer mussten verletzt vorzeitig in die Kabine.

Den ersten Jubel gab es schon vor dem Eröffnungsbully. Herberts Vasiljevs gelang am vergangenen Freitag sein 500. Skorerpunkt in der Deutschen Eishockey Liga und bekam von Simone Akin und Rüdiger Noack ein Trikot mit der Rückennummer seines Bestwertes überreicht.

Die 4 271 Zuschauer warteten gespannt auf das Saisondebüt von Daniel Pietta. 22 Sekunden mussten sie sich gedulden, dann stand Pietta zum ersten Mal auf dem Eis. Dem Kapitän war die Verletzungspause in den ersten Wechseln anzumerken, doch wie auch der Rest der Mannschaft, kam Pietta im Laufe des ersten Drittels besser ins Spiel. Das Krefelder Eigengewächs hatte sogar die Führung auf dem Schläger, doch sein Schuss streifte knapp am Eisbären-Tor vorbei (18.).

Beide Teams gingen sehr konzentriert ins Spiel, so ergaben sich im ersten Abschnitt fast nur Torchancen in Überzahl. DuPont vergab die beste Möglichkeit für die Gäste, als er frei vor Patrick Klein vergab (4.). Rick Adduono musste seinen Plan mit sieben Verteidigern und elf Stürmern zu spielen, früh umstellen, denn Hanusch wurde bereits in der dritten Minute von einem Puck am Fuß getroffen und kehrte nicht wieder aufs Eis zurück.

Die Pinguine konnten ein Überzahlspiel zu Beginn des zweiten Drittels nicht nutzen. Anschließend vernachlässigten beide Mannschaften die Abwehrarbeit, so dass sich Torchancen auf beiden Seiten ergaben. Für die Schwarz-Gelben vergab Mike Collins, Torhüter Vehanen ließ sich vom Neuzugang nicht überraschen (27.). Die Möglichkeiten für die Gäste wurden ebenfalls besser. Klein reagierte gegen Olver (27.) und Pohl (29.) hervorragend. Adduono vertraute auf die Klasse Piettas und schickte seinen Kapitän fast bei jedem zweiten Wechsel auf das glatte Parkett. Mit Folgen, denn Pietta war es, dem sein Gegenspieler Tallackson beim ersten Gegentreffer enteilte. Der Berliner Torjäger ließ Klein aussteigen und schob mit der Rückhand zur Gäste-Führung ein (29.).

Die Pinguine hatten weiterhin Probleme sich gegen die früh angreifenden Eisbären durchzusetzen und so waren Chancen Mangelware. Martin Schymainski setzte eine Scheibe neben das Berliner Tor (33.). Glück hatten die Pinguine, als der flinke Japaner Kuji alleine vor Klein auftauchte, die Scheibe aber über das Gehäuse schoss (34.). Norman Hauner war in der zweiten Pause mit der Leistung nicht unzufrieden: „Wir spielen nicht schlecht, müssen aber mehr Zug zum Tor entwickeln und uns Chancen erarbeiten.“

Doch nicht etwa die Pinguine, sondern die Eisbären waren es, die sich die Chancen zu Beginn des Schlussdrittels erarbeiten. Talbot (44.), Busch (47.) und Pohl (54.) verpassten die Vorentscheidung. Das rächte sich für die Hauptstädter. Sonnenburg (51.) und Kretschmann (54.) scheiterten zunächst noch, doch Pietta zeigte wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Nach gutem Pass von Oliver Mebus setzte der Kapitän den Puck unhaltbar zum 1:1-Ausgleich ins kurze Eck (55.).

In der Schlussphase mussten die Schwarz-Gelben auf Verteidiger Fischer verzichten, der nach einem Zweikampf mit dem Rücken hart gegen die Bande prallte. Die Pinguine waren dem Siegtreffer nun näher als die Berliner, doch die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Dort war es DuPont, der mit einem platzierten Handgelenkschuss zum Endstand traf (63.). Das Team von Adduono wird am Sonntag in Ingolstadt (16:30 Uhr) versuchen, das erste Wochenende mit zwei Niederlagen zu vermeiden.