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8000 Unterschriften für den Eishockey-Standort Krefeld

8000 Unterschriften für den Eishockey-Standort Krefeld

Hinter verschlossenen Türen tagte am Dienstagabend der Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH.

Krefeld. Er ist einer mit Gewicht im Krefelder Eishockey. Dessen Stimme gehört wird. Uwe Fabig — Abwehrlegende, Aufstiegsheld 1991, Ehrenspielführer des KEV. Und Mitglied der Pinguine Supporters. Am Dienstag übergab Fabig im Namen der Eishockey-Unterstützer die von rund 8000 Menschen unterschriebene Petition zum Erhalt des Standortes Krefelds vor der Sitzung des Aufsichtsrates der Seidenweberhaus GmbH an Barbara Behr, Vorsitzende des Gremiums.

„Wir machen das in der Hoffnung, dass es fruchtet“, sagte Fabig der WZ. Und meinte damit eine Entscheidung, die zum Wohle des Eishockeys in Krefeld getroffen wird. Aus zahlreichen Standorten der Clubs in der Deutschen Eishockey Liga hatten die Supporters Unterstützung für ihr Vorhaben erhalten.

Allein aus Nürnberg, wo die Pinguine nach der Spielpause am kommenden Freitag gegen einen direkten Konkurrenten um die Pre-Play-offs um Punkte kämpfen, hatten 800 Menschen die Petition unterschrieben.

Gegen 20 Uhr zog sich das 16-köpfige Gremium am Dienstag zur mutmaßlich entscheidenden Sitzung zurück — um den Durchbruch in den Verhandlungen mit den Krefeld Pinguinen über einen neuen Mietvertrag ab Sommer für den König-Palast zu erzielen. Bis Redaktionsschluss verlautete keine Entscheidung aus der Sitzung im „Hexagon“ im Seidenweberhaus.

Am Tag zuvor hatten die politischen Köpfe beider großen Ratsfraktionen bereits zusammengesessen, um eine Entscheidung vorzubereiten. Klar zu sein scheint — keiner der beiden Partner, ob Seidenweberhaus GmbH oder Pinguine, wird seine ursprüngliche Forderung durchbringen können. Denn so groß ist der Kuchen nicht, der verteilt werden kann.

Der Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH muss sich wohl oder übel von einem Beschluss entbinden, der ihm auferlegte, der neue Mietvertrag müsse die GmbH besser stellen als der alte Kontrakt. Das ist, gemessen an den Forderungen, die die Pinguine für das neue Vertragskonstrukt aufgerufen haben, schlicht unmöglich. Entsprechend wird der Aufsichtsrat die Pinguine von ihrer Maximalforderung herunterhandeln.

Am Donnerstag tagt der Stadtrat. Dort soll, eine positive Einigung vorausgesetzt, das neue Vertragswerk den Segen der Stadtverordneten erhalten. Sollte der Aufsichtsrat entgegen der erwartbaren positiven Entscheidung den gordischen Knoten nicht durchschlagen haben, wollen die Eishockey-Fans vor der Sitzung demonstrieren. Dazu hatten sie im Internet aufgerufen und sich zu einem Flashmob verabredet.