Pinguine: Die Auferstehung in Berlin

Pinguine: Die Auferstehung in Berlin

Das Team gewinnt mit 6:4 und ist nun wieder Zehnter der Tabelle.

Krefeld. Für die Krefeld Pinguine galt es im Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin nach der 1:9-Schmach in Iserlohn mehr als nur eine Niederlage gutzumachen. Und das gelang dem Team von Trainer Rick Adduono — gerade nach einer wenig glücklichen Anfangsphase — eindrucksvoll mit einem 6:4-Erfolg in der Hauptstadt. Ohne Nick St. Pierre, der am späten Donnerstagmittag der Geburt seiner Tochter Lisa beiwohnte, und den gesperrten Mike Mieskowski, begannen die Gäste in Berlin deutlich konzentrierter als noch am Seilersee. Nach 2:32 Minuten belasteten jedoch bereits 29 Strafminuten und die Hinausstellung von Thomas Supis (Bandencheck) die schwungvolle Anfangsphase des KEV.

Und kurz darauf war Frank Hördler in doppelter Überzahl mit dem 1:0 zur Stelle (4.). Doch anders als noch in Iserlohn schlugen die Gäste umgehend zurück. Marcel Müller bediente bei einem Konter Daniel Pietta mustergültig, der per langem Stock zum 1:1 traf (6.). Und auch nachdem Antti Miettinen für die Hausherren wieder auf 2:1 gestellte hatte (7.), ließ die Antwort der Pinguine nicht lange auf sich warten. Müller fälschte einen Schuss aus halbrechter Position von Herberts Vasiljevs vor dem Tor zum 2:2 ab (12.). Trotz der schwierigen Anfangsphase mit doppelter Unterzahl hatten sich Pinguine in einer Art und Weise in die Partie zurückgekämpft, die man in Iserlohn in keinster Weise von der Mannschaft gesehen hatte.

Gegen personell ebenfalls arg gebeutelte Hauptstädter schienen die Schwarz-Gelben wirklich in der Lage zu sein, zumindest nicht punktlos wieder die Heimreise anzutreten. Und als Pietta im Mittelabschnitt nach einer Minute und einer Sekunde Robin Weihager bediente, zog der Schwede knallhart ab, und von einem Berliner Schläger prallte die Scheibe unhaltbar für Berlins Torwart Mathias Niederberger zur erstmaligen Führung der Gäste ins Tor. Es schien, als könnten die Krefelder wirklich den Schalter nach dem Debakel in Iserlohn komplett umlegen. Doch dann verließ den KEV das Spielglück und Torwart Tomas Duba rutschte die Scheibe nach einer Parade direkt vor den Schläger von Darin Olver, der zum 3:3 ausglich, bevor Hördler vier Minuten später die erneute Führung für die Hausherren markierte.

Doch von Rückständen ließ sich der KEV an diesem 44. Spieltag nicht aufhalten. Jedoch dauerte es bis zu 55. Minute, ehe Yared Hagos den Puck zum 4:4 in den Winkel nagelte. Kurz darauf traf Kapitän Herberts Vasiljevs aus dem Gewühl heraus zum 5:4 — die Partie war zum zweiten Mal aus Sicht der Pinguine gedreht. Pietta machte dann sieben Sekunden vor Schluss ins verwaiste Tor mit seinem Treffer zum 6:4 den Deckel drauf.

Durch den Sieg springen die Pinguine wieder auf Platz zehn der Tabelle. Und das ist wahrlich die beste Nachricht des Abends.

Mehr von Westdeutsche Zeitung