DEG verspielt souveränen Vorsprung und Tabellenführung

Ingolstadt vs. DEG : DEG verspielt souveränen Vorsprung und Tabellenführung

Nach 2:0 unterliegt das Kreis-Team in Ingolstadt in der Verlängerung. Gogulla kann Jubiläum nicht genießen.

Dritte Niederlage in Folge, Tabellenführung verloren. Die Düsseldorfer EG unterlag beim ERC Ingolstadt vor 3344 Zuschauern in der Verlängerung mit 2:3 (2:0/0:2/0:0/0:1), nahm aber immerhin einen Zähler mit. Dabei sah es zunächst nach mehr aus, doch dem Team von Trainer Harold Kreis entglitt die über 25 Minuten bestimmte Partie. "Als die gute Mannschaft, die wir sein wollen, müssen wir auch bei einem starken Gegner ein 2:0 über die Bühne bringen", sagte Jubilar Philip Gogulla.

Mit den "Donau-Panthern" sowie dem amtierenden Meister von der Isar hat die DEG an diesem Wochenende zwei dicke Brocken vor der Brust. "Ingolstadt ist mit Doug Shedden als Trainer wieder richtig stark. Zudem besitzt der ERC mit Ville Koistinen einen der besten Verteidiger der Liga", meinte Düsseldorfs Assistenztrainer Tobias Abstreiter. Sein Chef Harold Kreis sagte: "Gegen zwei solch explosive Teams müssen wir aus sicherer Defensive heraus agieren, dürfen dabei allerdings nicht passiv sein."

Herausforderungen, die Philip Gogulla liebt. Der Zugang von den Kölner Haien ging am Freitag Abend mit fünf Treffern sowie fünf Tor-Vorlagen als aktuell bester Scorer der DEG in sein 750. DEL-Spiel und wollte dieses Jubiläum dann auch gleich mal mit seinem 500. Scorer-Punkt garnieren. Chancen dazu gab es früh und viel. Selten deutete sich ein Tor derart an, wie das 1:0 der DEG. Doch nicht Gogulla, sondern Descheneau brachte die Scheibe nach vier Minuten an Jochen Reimer vorbei.

Kretschmanns Fehler lässt das Spiel kippen

Ingolstadts Schlussmann sah sich auch in der Folge etlichen Angriffen seines ehemaligen Clubs ausgesetzt. Die DEG agierte aktiv, schnell und zielstrebig. Selbst in Überzahl lief es reibungslos, Bartas Rückpass donnerte McKiernan in der 18. Minute zum 2:0 in die Maschen. Die DEG wirkte weiter souverän, ein individueller Fehler aber hauchte dem ERC wieder Leben ein. Kretschmann verlor den Puck, Sopanen stocherte ihn über die Linie (27.). Plötzlich drehten die Gastgeber auf. Olson traf zum 2:2 (33.).

Die DEG hätte den Sack zu haben können, nun aber war es plötzlich und unnötig ein packendes Spiel geworden. Gut, das Barta und Co. sich nicht einigelten, sondern als beste Verteidigung den Angriff wählten. Leon Niederberger (49.) sowie Gogulla (50.) hatten gute Chancen, Ingolstadt aber wurde immer stärker. DEG-Torhüter Pettersson-Wentzel rettete seine Farben gegen Olver, d'Amigo und Taticek in die Verlängerung. Dort aber ließ Collins dann nach 80 Sekunden Wentzel keine Chance.

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