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Retter der Nächstebrecker Wehr werden zu Einbruchsopfern

Retter der Nächstebrecker Wehr werden zu Einbruchsopfern

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Nächstebreck ist ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden.

Wuppertal-Nächstebreck. Großer Ärger für die Freiwillige Feuerwehr in Nächstebreck: Am vergangenen Wochenende gelangten Einbrecher über die Fahrzeughalle in das Gerätehaus an der Linderhauser Straße. Ihre Beute: Sieben Funkgeräte, ein Defibrillator zur Wiederbelebung, zwei Digitalkameras und Werkzeug. Dabei entstand ein Schaden in fünfstelliger Höhe.

„Mich ärgert weniger der finanzielle Schaden. Es ist einfach traurig, dass Geräte entwendet wurden, die Menschenleben retten“, so Axel Reuber, Löschzugführer in Nächstebreck.

Neben den Geräten wurden auch zwei mittlerweile gesperrte Tankkarten und eine Reihe von Schlüsseln entwendet. Die Schlüssel seien Teil mehrzähliger Schlüsselkombinationen, die für den Zugang zu öffentlichen Institutionen und Firmen im Brand- oder sonstigen Notfall gedacht sind. „Es besteht für niemanden Grund zur Beunruhigung. Die Einbrecher können mit den gestohlenen Schlüsseln absolut nichts anfangen, weil diese nur Teil eines viel komplexeren Systems sind“, beruhigt Thomas Fey, eines der 36 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Nächstebreck. Letztlich sei es einfach ärgerlich, dass die Feuerwehr nun für Ersatz sorgen müsse.

Die Freiwilligen Retter in Nchstebreck stehen jederzeit füreinander ein. Löschzugführer Reuber ist Feuerwehrmann in zweiter Generation und Kamerad Carsten Sonnenschein ist bereits seit 20 Jahren bei der Feuerwehr. Er konnte sich selbst nach seiner Anstellung bei der Werkfeuerwehr nicht von seinen Nächstebrecker Kameraden trennen: „Es kann nie genug Menschenretter geben. Außerdem ist die Kameradschaft hier sehr eng, das möchte niemand missen.“

Umso ärgerlicher, dass es jemandem gelungen ist, ins Quartier einzudringen. „Die Verbrecher sind in den Aufenthaltsraum heruntergekommen und über ein Fenster in unser Büro eingestiegen“, erklärt Reuber. Dort seien die Diebe jedoch leer ausgegangen. Zwar wurden ein Schrank und eine Geldkassette aufgebrochen, darin befand sich jedoch nichts Wertvolles.

Auch vor Vandalismus machten die Eindringlinge nicht Halt: Am Löschwagen wurden Blaulicht-Frontblitzer demoliert, die nun ersetzt werden müssen. „Die erste Konsequenz ist natürlich, dass alle Schlösser an unserem Gerätehaus ausgetauscht wurden“, so Reuber.

Den letzten Einbruch habe es 2009 gegeben. Damals war ein vergleichbarer Schaden entstanden.