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Fight-Club: Jede Menge gut gesetzte linke und rechte Haken

Fight-Club: Jede Menge gut gesetzte linke und rechte Haken

Imponierender Auftritt von Lokal-Matador Marcel Gottschalk im Elberfelder Fight-Club.

Elberfeld. Ausverkauftes Haus und Riesenstimmung im Fight-Club in der Friedrich-Ebert-Straße, wo mal nach Box- und mal nach K1-Regeln die Fäuste flogen und Fußtechniken gekonnt eingesetzt wurden. Manchmal war es so laut, dass sogar der Gong übertönt wurde, und das lag an den imponierenden Auftritten vornehmlich der Lokal-Matadoren wie Marcel Gottschalk. Der war zu einem Sechs-Runden-Kampf gegen den „gut gepolsterten“ Routinier Ergin Solmaz in den Ring gestiegen.

Dass es nicht einmal vier Runden wurden, lag an dem Vorwärtsdrang von Gottschalk, der jede Menge linke und rechte Gerade abfeuerte. „Halt die Hände hoch. Der schlägt gefährliche Haken“, hatte der wegen einer Verletzung diesmal nicht im Ring aktive Werner Kreiskott gewarnt, und Gottschalk bekam die gefährlichen Seit- und Aufwärtshaken oft genug zu spüren. Im zweiten Durchgang zeigte Ergin, der viele Aktionen unterband, indem er sich über Gottschalk lehnte, nach zwei Rechten zum Kopf erstmals Wirkung, die auch in der dritten Runde noch nicht nachgelassen hatte. Gottschalk erkannte die Gunst der Stunde und ließ ein wahres Feuerwerk los, so dass die Ecke des nun chancenlosen Baden-Badeners das Handtuch warf.

Pech für Mittelgewichtler „Koko“ Philipp Kolodziej (Fight-Club), der sich in einer überwiegend überlegen geführten ersten Runde eine Verletzung am Auge zugezogen hatte, die Kreiskott und das Trainerteam nötigte, den Kampf aufzugeben. „Da war sogar das Lid eingerissen. Da hat die Gesundheit Vorrang“, kommentierte Kreiskott, während der sichtlich enttäuschte Kolodziej ins Krankenhaus gefahren wurde.

Ein ebenso schnelles Ende fand der K1-Fight von Arxhent Ismajli (Fight-Club), dessen holländischer Gegner Mike Gijbels mit Batman-Kostüm in den Ring gekommen war. Mehrmals wälzte er sich mit Ismajli am Boden, ehe der Wuppertaler Abiturient seine Qualitäten mit einem rechten Haken unter Beweis stellte, der Gijbels weit über die Zeit auf die Bretter schickte.

Seinem Kampfnamen „Karacho“ machte Marco Martini (Fight-Club) gegen den körperlich überlegenen Melvin Toirkes aus den Niederlanden alle Ehre und trommelte drei Runden auf seinen Gegner so eindrucksvoll ein, dass es an seinem Punktsieg keinen Zweifel gab.

Als freudig begrüßter VIP und Sponsor saß auch Ex-WSV-Präsident Friedhelm Runge entspannt im Ehrengastbereich. Die Frage, wie es ihm denn ohne den WSV ginge, beantwortete der Velberter Unternehmer heiter beschwingt. „Wunderbar. Endlich werde ich nicht mehr beschimpft.“