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Mehr Hochwasserschutz für Pflanzen und Tiere

Mehr Hochwasserschutz für Pflanzen und Tiere

Der Wasserverband investiert 1,2 Millionen Euro am Rückhaltebecken.

Eckbusch. Bisher lag das Hochwasserrückhaltebecken Brucher Bach/Am Eckbusch unauffällig im Wald, mit einem Zaun geschützt. Doch seit Jahresbeginn sind dort große Erdarbeiten im Gang. Das in den 70er Jahren gebaute Becken wird vom Bergisch-Rheinischen Wasserverband (BRW) auf den neuesten Stand gebracht. 1,2 Millionen Euro verbaut der BRW, damit das Bauwerk heutige Normen erfüllt und zukünftig statt bisher 850 Kubikmeter gut 7000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann.

Dadurch soll verhindert werden, dass im weiteren Verlauf des Brucher Bachs Ackerflächen und Wiesen überflutet werden. Außerdem soll die abgeleitete Wassermenge auch bei heftigen Regenfällen deutlich stärker als bisher auf 180 Liter pro Sekunde gedrosselt werden.

„Damit halten wir die Wasserrahmenrichtlinien ein. Tiere und Pflanzen werden nicht mehr abgeschwemmt“, erklärt Peter Schu, Geschäftsbereichsleiter Technik beim BRW. Der Bach, der durch den Wald verläuft, weise schon deutlich sichtbare Erosionsschäden auf. Mehr als einen Meter hat sich der Bach sein Bett zwischen Baumwurzeln und Erde gegraben.

Ziel der Umbauarbeiten ist es deshalb auch, den Bach im Beckenraum naturnäher zu gestalten und die Durchgängigkeit für Gewässerlebewesen zu verbessern. Dafür hat das Land Fördergelder in Höhe von 276 000 Euro bewilligt. Erste Rodungsarbeiten haben bereits im Februar begonnen, um die Vögel nicht in der Brutzeit zu belästigen.

Seit Juli sind nun die eigentlichen Arbeiten im Gange. Der Absperrdamm wird saniert und verbreitert. Das Becken soll am Ende 2,40 Meter höher sein als bisher. Das neue Absperrbauwerk, das derzeit deutlich sichtbar in Beton emporragt, soll am Ende kaum noch zu sehen sein. Auch der Verlauf des Brucher Bachs wird etwas verändert und soll statt in seinem bisherigen Kanal nun leicht gebogen weiterführen.

Ende des Jahres sollen die meisten Arbeiten erledigt sein. „Dann werden wir auch den Spazierweg in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen“, verspricht Peter Schu.