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Harry Potter sollte Lust auf die „Else“ machen

Harry Potter sollte Lust auf die „Else“ machen

Die Gesamtschule lud zur Themenparty ein, um sich den Viertklässlern vorzustellen.

Elberfeld. Etwas schaurig sah sie schon aus in dem pinken Licht, die Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule. Da kam es gar nicht so unerwartet, dass einem beim Betreten des Gebäudes in schwarz gehüllte Gestalten über den Weg huschten. Die bekannte, magische Melodie von John Williams hüllte das „Schloss Elsidor“ in eine zauberhafte Atmosphäre — wie es sich für eine echte Harry-Potter-Party gehört. Mit ihr wollte die „Else“ interessierten Viertklässlern einen Vorgeschmack darauf geben, was sie an der Schule mit kulturellem Schwerpunkt erwartet.

„Durch die Veranstaltung soll die Mischung aus Freizeit und Schule, die wir hier anbieten, deutlich werden“, sagte Matthias Schwan, Organisator der Harry-Potter-Party und Lehrer an der „Else“. Der schulische Alltag dort bestehe eben nicht nur aus Unterricht, sondern auch aus einer Vielzahl an Projekten und AG’s, betonte Schulleiterin Dorothee Kleinherbers-Boden. Eine Harry-Potter-AG gebe es bisher noch nicht - allerdings könne sich die Direktorin durchaus vorstellen, dass aus dieser Idee heraus eine entsteht.

Das Programm enthielt unter anderem eine Art Quidditch-Turnier, das ein wenig abgeändert (ohne fliegende Besen und goldenen Schnatz, wie es aus den Potter-Büchern bekannt ist) in der Turnhalle stattfand. „Wir sollten in die Basketballkörbe treffen. Es gab aber auch Punkte, als wir an das Brett geworfen haben“, erklärte Fünftklässlerin Shathu. „Mir hat am meisten Spaß gemacht, dass die Viertklässler mit uns gespielt haben“, ergänzte Freundin Helin.

Lehrer Matthias Schwan präsentierte außerdem eine Zaubervorführung, bei der er als Zauberer „Squip“ auftrat und unter anderem einen ein Meter langen Luftballon „zum Mittagessen“ verschlang. Oder einen Kuchen in seinem Hut backte — aus Senf, Zahnpasta, Mehl und Eiern.

Vier Schüler lasen später aus dem zweiten Band von Harry Potter vor, die Rollen jeweils zugeteilt. Ein Höhepunkt war eindeutig das Verstecken im Schloss Elsidor. „Ihr dürft erst fangen, wenn die Harry-Potter-Musik ausgeht“, erklärte Schwan. Ungeduldig warteten die Kinder darauf, bis sie dann losstürmten, um sich ein Versteck zu suchen. „Es ist ein kleines Abenteuer, sich in der etwas düsteren, verwinkelten Schule zu verstecken“, meinte Kleinherbers-Boden.