Wuppertal: Spielplatz: Die beiden Bäume sollen bleiben

Wuppertal: Spielplatz: Die beiden Bäume sollen bleiben

Die Pläne der Stadt zur Umgestaltung des Spielplatzes an der Helmholtzstraße stoßen in der BV Elberfeld auf Kritik.

Nordstadt. Ein Lob gab es in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld für die Schüler der Hermann-von-Helmholtz-Realschule. Die hatten tatkräftig an der Neugestaltung des an die Schule angrenzenden Carnapsplatz mitgewirkt und Ideen für die Neugestaltung des südlichen Bereichs entwickelt (die WZ berichtete). Sowohl die Stadtteilpolitiker, als auch die städtischen Vertreter wie Spielplatzplaner Mattis Ricken vom Grünflächenamt und Heribert Kunst vom Jugendamt, hoben das Engagement der Schule ausdrücklich hervor.

Dass der Tagesordnungspunkt dann doch zu langen Diskussionen führte, die auch die Realschuldelegation um Schulleiter Rolf Puller überrascht haben dürften, lag nicht an den Schülern. Die hatten ihre Hausaufgaben gemacht, die Stadt aber nicht — so lautete zumindest der Vorwurf, den die Grünen vorbrachten.

Denn für die Umgestaltung des Areals will die Stadt zwei von vier Bäumen, die direkt an der Helmholtzstraße stehen, opfern. Als Ricken das dem Plenum mitteilte, gab es Gegenwind. Nicht die Stadt entscheide, ob die Bäume verschwinden, hieß es. Die politischen Gremien werden schließlich Anfang des Jahres noch einmal darüber diskutieren, stellte Bezirksbürgermeister Hans-Jürgen Vitenius (SPD) fest.

Die Mehrheit der Lokalpolitiker, so hat es den Anschein, will die Bäume behalten. „Das würde ewig dauern, bis da wieder etwas wächst“, sagte RME Streuf (WfW). Cemal Agir von den Linken verwies darauf, dass ihn mehrfach Anwohner gefragt hätten, was mit den Bäumen passiere. „Es wäre sehr schade, wenn sie gefällt würden.“

Die nun angedachte Planung des Platzes müsste nicht geändert werden, auch wenn die Bäume stehen bleiben, räumte Ricken ein. Die Geräte könnten trotzdem so aufgestellt werden, wie es sich die Schüler vorgestellt haben. „Wir haben kein Platzproblem“, sagt Ricken.

Warum sollen die Bäumen überhaupt weg? Zu schattig wäre der Platz, man wolle ihn lieber offener gestalten, erklärte Ricken. Viel Verständnis erhielt er dafür nicht. Der Platz sei durch die angrenzenden Häuser sowieso schon eher dunkler.

Bis zur nächsten Sitzung, so der Vorschlag von Vitenius, sollen sich die Bezirksvertreter ihre Gedanken zum Thema Bäume machen. Bis dahin könnten Meinungen der Anwohner gesammelt werden. Unter anderem beim Forum Mirke, das am 13. Dezember um 19 Uhr in der Alten Feuerwache zusammenkommt.

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