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Wuppertal: Alter Pavillon könnte bald zu einem Kunsttempel werden

Wuppertal : Alter Pavillon könnte bald zu einem Kunsttempel werden

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, dass die Bergische Universität den Raum nicht nutzen kann. Jetzt kam die positive Nachricht.

Elberfeld. Lange hat der alte Pavillon zwischen Wolkenburg und Klophausstraße ein trübseliges Dasein geführt, obwohl ihm die Bergische Universität eine wesentliche Rolle in ihrer Fakultät „Kunst und Design“ zugedacht hatte. Er sollte nämlich als Ausstellungsort für die modernen Werke zeitgenössischer Künstler und auch als Begegnungsstätte dienen, in der Studierende, Künstler und Besucher sich austauschen können. Daraus schien lange nichts zu werden, und Katja Pfeiffer, Professorin für Kunst und Design, wollte sich nach langem vergeblichen Warten resignierend schon nach anderen Räumen umsehen, weil es der Stadt nicht gelungen war, den Raum im klassizistischen Kleinod so herzurichten, dass er für die Ausstellung empfindlicher Kunstwerke geeignet ist.

„Die Drainage funktioniert nach diversen Versuchen immer noch nicht, und deshalb ist es einfach zu feucht im Ausstellungsraum“, war Pfeiffers enttäuschte These noch vor wenigen Tagen. Doch gestern kam die freudige Botschaft, die Stadtsprecherin Kathrin Petersen nach Rücksprache mit dem Baudezernat verkündete: „Nach einem Telefonat mit dem bis Mittwoch in Urlaub befindlichen Sachbearbeiter kommt nun die gute Nachricht: Die Arbeiten am Pavillon sind weit fortgeschritten, der Ausstellungsraum wird derzeit getrocknet und in zwei Wochen könnte er gebrauchsfertig sein“, so Kathrin Petersen, die gleichzeitig versicherte: „In zwei Wochen ist auch alles gefliest, die Sanitäreinrichtungen sind ebenfalls erneuert und auch der äußere Anstrich ist fertig gestellt. Der Pavillon kann dann vom städtischen Gebäudemanagement an die Bergische Universität übergeben werden.“

Bereits im Frühjahr 2012 war mit den Sanierungsarbeiten am maroden Pavillon begonnen worden. Unter Mithilfe von Stadt, Job-Center und der GBA (Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung). Ein-Euro-Jobber hatten unter Aufsicht von Mitarbeitern des städtischen Bauamtes mit den Arbeiten begonnen. Ursprünglich war geplant, dass die Sanierung bis zum Oktober 2014 erfolgreich abgeschlossen sein sollte, doch dann waren es außer knapper Ressourcen Projekte mit höherer Priorität, wie zum Beispiel die Fertigstellung der Nordbahntrasse, die die Arbeiten verzögerten, beziehungsweise mittelfristig ganz unterbrachen.

Katja Pfeiffer, Professorin für Kunst und Design

Zwischenzeitlich ruhten die Arbeiten völlig, und Professorin Katja Pfeiffer hatte sich damit abgefunden, dass das Baudezernat „wichtigere“ Projekte zu erledigen hätte. „Mir wurde mitgeteilt, dass jedes weitere städtische Bauvorhaben unser Projekt um ein halbes Jahr verzögern würde.“

Umso größer war die Freude, als die Professorin gestern im Telefongespräch von der WZ vom Happy-End für den alten Pavillon im Klophaus-Park erfuhr: „Das ist ja wunderbar“, so Katja Pfeiffer: „Jetzt kann dann das Gebäudemanagement der Uni in Aktion treten und einen Mietvertrag abschließen. Bisher wurde bei Rückfragen unsererseits nämlich immer nur abgewunken und darauf verwiesen, dass der Pavillon immer noch feucht sei. Nun können wir uns mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen und dürfen endlich auch für Ausstellungen planen.“