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Plakat-Aktion der Wuppertaler Verbraucherzentrale an der B7

Umwelt : Leitungswasser für Geldbeutel und Klima

Wer am Dienstagvormittag in Elberfeld über die B7 fuhr, mag diese Plakate bemerkt haben.

„Finden Sie Wasserkästen schleppen auch so anstrengend? - Ja? Dann winken Sie mal!“ Wer am Dienstagvormittag in Elberfeld über die B7 fuhr, mag diese Plakate bemerkt haben. Dahinter steckt eine ungewöhnliche Aktion der Verbraucherzentrale Wuppertal, die damit versuchte, das Bewusstsein für Abfallproduktion zu schärfen. Konkret stand die Idee unter dem Motto „Bye Bye Bottle“, denn es sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Leitungswasser eine Alternative zu gekauften Flaschen bietet.

Vier Plakate
an der B7

Mit vier Plakaten stellten sich Vertreterinnen der Verbraucherzentrale an die B7 und erhofften sich auf diese Weise, die Aufmerksamkeit auf die Vorteile von Leitungswasser zu lenken. „Es ist eine unglaublich einfache Variante, um das Klima zu schützen“, ist sich Caroline Pilling sicher. Die Umweltberaterin der Wuppertaler Verbraucherzentrale erklärte die Gründe dafür: „Ein großer Teil wird durch den Transport verursacht.“ Flaschen, die oft aus anderen Regionen hergebracht würden, hätten einen Löwenanteil an der schlechten Umwelt-Bilanz zu verantworten, so Pilling.

Aber auch die Herstellung allein könne gespart werden: „Es muss alles produziert werden“, macht sie mit Blick auf eingekaufte Flaschen deutlich. Eine bessere Alternative bildeten hier bereits Trinkwassersprudler. Allerdings können auch in diesem Fall Kosten für Erstanschaffung und regelmäßige Auffüllung gespart werden. Der Grundgedanke der Plakat-Aktion ist nämlich der, mit klima­freundlicheren Maßnahmen neben Ressourcen auch Geld zu sparen.

Dabei ist Pilling aber wichtig: „Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger dastehen, sondern die Leute inspirieren.“ Dazu sei die unkonventionelle Plakat-Aktion geeignet, denn: „Das kann jeder lesen und wird aufmerksam.“ Doch neben dem Engagement der Einzelnen für mehr Klimaschutz fordert die Verbraucherzentrale auch politisches Handeln. „Schön wäre zum Beispiel, wenn es eine verbindliche Mehrweg-Quote gäbe“, schlägt Pilling passend zum Motto des Tages vor.

Am Donnerstag wird die Aktion auf dem Kirchplatz wiederholt

Anlass für die Aktion bot die europäische Woche der Abfallvermeidung, in der alljährlich im November europaweit Projekte vorgestellt werden, die Alternativen aufzeigen und zum Umdenken bewegen sollen. Ursprünglich hatte die Verbraucherzentrale geplant, das Thema in Grundschulen zu besprechen, was der Lockdown unmöglich machte. Reaktionen bekamen die Initiatorinnen aber auch bei ihrer Aktion auf der B7: Aus vielen Autos wurde gewunken.

Am Donnerstag wird die Aktion auf dem Kirchplatz wiederholt.