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Weihnachtsbeleuchtung: Wuppertal leuchtet wieder

Weihnachtsbeleuchtung : Wuppertal leuchtet wieder

Die Corona-Pandemie bringt in manchen Stadtteilen auch Sorgen um die Finanzierung der festlichen Lichter mit sich.

. Die Weihnachtszeit kündigt sich in der Stadt bereits allerorten an. Für viele Wuppertaler Stadtteile gehört in den Wochen vor dem Fest eines stets dazu: Die Weihnachtsbeleuchtung in den Zentren. In Elberfeld stand das festliche Ambiente lange auf der Kippe, erst an diesem Wochenende konnten die Pläne in die Wege geleitet werden. An der Umsetzung wurde auf Hochtouren gearbeitet. „Es hat geklappt, es war mit großen Schwierigkeiten verbunden, aber das Ergebnis zählt“, zeigt sich Matthias Zenker zufrieden. Das Vorstandsmitglied der IG 1, Interessensgemeinschaft der Elberfelder Geschäftswelt, ist dankbar über „die kurzfristige, schnelle Bearbeitung durch die Stadt“, an der das Ordnungsamt und die Straßenverkehrslenkung beteiligt waren. Nun stehen zwölf Weihnachtsbäume von jeweils sechs bis sieben Metern Länge in der City, deren Beleuchtung aktuell eingerichtet wird.

Ein Konzept für feste Winter-Beleuchtung gab es in diesem Jahr wegen eines Betreiberwechsels für den Weihnachtsmarkt noch nicht. Auch den Markt selbst wird es bekanntermaßen coronabedingt nicht geben. Deshalb kommt nun eine Übergangslösung zum Tragen. „Aufgrund des nicht stattfindenden Weihnachtsmarktes hat die IG 1 sich dazu entschieden, diese Aktion ins Leben zu rufen, um vorweihnachtliche Stimmung in die City zu bekommen“, erklärt Zenker. Von der Alten Freiheit bis zum Neumarkt, im Turmhof sowie auf dem Kirch- und dem Willy-Brandt-Platz illuminieren nun die Bäume das Zentrum, finanziert allein aus den Mitteln der Elberfelder Geschäftsleute. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich der Handel bemüht“, findet Zenker.

Die Vorbereitungen laufen auch in den anderen Stadtteilen. Dabei ist das Jahr der Pandemie kein Hindernis, wie Michael Spitzer und Annette Raabe als Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Aktion V“ in Vohwinkel berichten: „Gerade im Corona-Jahr soll es ein bisschen leuchten.“ Die Lichter haben Tradition im Wuppertaler Westen. Raabe erklärt: „Es ist einfach ein Stimmungsbild, wenn Wärme und Freundlichkeit in die dunkle Jahreszeit gebracht werden.“ Auch hier wird – seit vier Jahren – die Beleuchtung von den ortsansässigen Geschäftsleuten finanziert.

Ideeler Wert ist mit alljährlicher Illumination verknüpft

So auch in Ronsdorf, wo sich der Verein „W.i.R in Ronsdorf“ um die winterliche Atmosphäre im Südhöhen-Bezirk bemüht. Günther Andereya erinnert sich: „Ich habe zu Beginn der 70er-Jahre schon die Lichterketten verbunden.“ Ein großer ideeller Wert ist also mit der alljährlichen Illumination verknüpft. Allerdings sorgt er sich um den Fortbestand der Aktion: „Wir müssen gucken, wie wir es auf Dauer finanzieren, wenn Corona noch ein Jahr dauert. Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt wären dringend notwendig, um das durchzuführen.“

Die Cronenberger Südhöhen-Nachbarn setzen ebenfalls auf die Gemeinschaft. Hier ist der Heimat- und Bürgerverein Hauptinitiator. Dessen Vorsitzender Rolf Tesche ist froh um Unterstützung für die Festbeleuchtung im Dorf: „Wir haben einen Zuschuss von der BV gekriegt, und die Stromkosten werden fast überall von den Hauseigentümern übernommen.“

In Barmen durfte man sich ebenso über politisches Wirken freuen; die Erstfinanzierung der 211 steuerbaren Licht-Kugeln am Werth stemmten unter anderem Stadt und Land. Nun übernehmen ISG und IG als Vertretung der Hauseigentümer respektive der Gewerbetreibenden die laufenden Kosten allein. „Wir haben das auf so stabile Füße gestellt, dass es auch dieses Jahr ein stimmungsvolles Barmen gibt“, betont ISG-Geschäftsführer Thomas Helbig. Auch der Winter-Tuffi und die Weihnachtskugel, die gestern traditionell vom „Barmer Engelchen“ entzündet wurde, gehören hier zum Inventar.