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Wuppertaler lässt Streicher in der Spülmaschine musizieren

Videokunst : Wuppertaler lässt Streicher in der Spülmaschine musizieren

Richard Albert hat ein kurioses Video produziert und auf Youtube veröffentlicht. Für den Kurzfilm hat er sich Unterstützung aus Budapest geholt.

Stellen Sie sich vor, Sie hören Musik, öffnen Ihre Spülmaschine und finden darin ein spielendes Streichorchester. Passiert ist das Richard Albert, zumindest in seiner neusten Musikvideoproduktion. Die Idee dazu kam spontan beim gemeinsamen Kuchenessen mit Freunden. Im Hintergrund lief die Spülmaschine und bei den Musikern kam die Frage auf: Warum nicht daraus einen Beat machen?

Doch das allein war Albert nicht genug. „Es wäre nichts Neues gewesen“, erklärt der Songwriter und Komponist. Er wollte eine optische Variante mit einbringen, Akustisches und Visuelles miteinander verbinden. „Zuerst musste ich den Beat der Spülmaschine aufnehmen. Dazu habe ich ein Aufnahmegerät wasserfest in eine Tupperbox gelegt, diese in die Maschine gegeben und so die Geräusche aufgenommen“, erinnert sich Albert.

Über seinen Agenten bekam er Kontakt zu den „Budapest Strings“, einem ungarischen Instrumental-Ensemble. Zunächst generierte er am Computer die virtuellen Klänge, dann folgten die Noten für das Orchester. „Das ist ein reines Streichorchester, daher war das nicht so aufwändig“, erklärt Albert fast bescheiden. Dabei ist Albert international bekannt. Er komponierte unter anderem Filmmusik für Hollywood und hat für einen seiner Songs in „Hell`s Kitty“  den American Tracks Award gewonnen. US-Regisseure klopfen inzwischen bei ihm an, wenn sie einen Soundtrack für eine neue Produktion brauchen. Doch „The epic dishwasher“ sei nur ein ganz persönlicher Spaß.

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Dabei ist es nicht Alberts erstes ungewöhnliches Musikvideo, das auf Youtube veröffentlicht wurde. Bereits im vergangenen Jahr ließ er die Schwebebahn auf dem Kopf fahren, die Schienen oben, die Landschaft unten.

Jetzt folgte eben die epische Spülmaschine. Zur Klärung der Spielgeschwindigkeit wurden zunächst die Metronomaufnahmen nach Budapest geschickt, dann folgten die aufgenommenen Beatgeräusche. Eingespielt wurden sie für die Musiker über Kopfhörer. Dazu spielte das Orchester die für fünf Stimmen (Geigen, Violine, Cello und Kontrabass) komponierte Musik von Albert. „Das Projekt ist gut angekommen. Ich glaube, die hatten eine Menge Spaß bei Spiel und Aufnahme“, sagt Richard Albert, der selbst viel Spaß am Projekt hatte.

Kommuniziert wurde über Videostream. Für die visuelle Umsetzung seines Videos brauchte er eine Kameraaufnahme der Musiker von vorne, um sie frontal in der Spülmaschine platzieren zu können. Da spielen sie nun, knapp zwei Minuten lang im feinen Sprühregen. Seit Juni arbeitete Albert an seiner Videoproduktion, die seit rund einer Woche online ist. Auch wenn es nur ein persönlicher Spaß war, die Produktion hat sich gelohnt. Es sind bereits Anfragen für eine Zusammenarbeit gekommen.

Und vielleicht haben die Musiker ja doch real in seiner Spülmaschine musiziert, findet Albert doch zum Schluss einen sauber gespülten Geigenhals.

Zu sehen ist das Video unter folgendem Link im Netz.