Neubau der Junior-Uni bis Ende 2012 aus privaten Mitteln?

Neubau der Junior-Uni bis Ende 2012 aus privaten Mitteln?

Geschäftsführer Ernst-Andreas Ziegler will 3 bis 3,5 Millionen Euro für den neuen Standort Am Brögel auftreiben.

Wuppertal. Liegt die Zukunft der Junior-Uni auf einem brach liegenden Grundstück Am Brögel? Ernst-Andreas Ziegler, Geschäftsführer der Junior-Uni, ist fest davon überzeugt. Er ist optimistisch, dass die ausschließlich aus privaten Mitteln finanzierte Junior-Uni bis Ende 2012 in einen Neubau in der Nähe des Schwebebahnhofs Loh umziehen kann.

„Ich setze darauf, dass es in der Stadt Wuppertal genügend Menschen gibt, die uns helfen, diesen ungeheuren Kraftakt zu packen und den Neubau ohne öffentliche Mittel zu finanzieren“, sagt Ziegler, der nach eigenem Bekunden mit Wuppertaler Unternehmen im Gespräch ist. 3 bis 3,5 Millionen Euro sind nach Zieglers Schätzung erforderlich, um ein „bescheidenes, aber architektonisch futuristisches Gebäude“ mit 1400 bis 1500 Quadratmetern Nutzfläche direkt an der Wupper.

Seit dem Start vor gut zwei Jahren ist die Junior-Uni an der Friedrich-Engels-Allee 357 beheimatet, wo in diesen Tagen die ersten Kurse des neuen Semesters anlaufen.

Das Interesse am Angebot der Junior-Uni ist weiterhin groß. Ziegler: „800 Kinder stehen aktuell auf den Wartelisten“, sagt Ziegler. Doch die ungebremste Nachfrage dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das gesamte Projekt in einem baulichen Provisorium gestartet sei und es langfristig eine Perspektive benötige. Angesichts der Bedeutung des Leuchtturm-Projekts Junior Uni für Wuppertal könne der Umzug in ein leerstehendes Schulgebäude, den die Stadt angeboten habe, nicht das erhoffte Signal sein, sagt Ziegler. „Ein Leuchtturm, den man nicht sieht, ist kein Leuchtturm“, glaubt der Mit-Initiator der Junior-Uni. „Wir haben aktuell zu wenig Räume, es gibt keine Fachräume für Physik und Chemie und auch keinen Außenbereich, den man mit den Kindern nutzen könnte. Das Grundstück Am Brögel sei für die Pläne ideal. Dort könne man auch den Außenbereich zur Wupper in die Angebote einbeziehen.

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