Wuppertaler SV: WSV-Derby gegen RWE steht auf der Kippe (mit Video)

Wuppertaler SV: WSV-Derby gegen RWE steht auf der Kippe (mit Video)

Am Freitag um 13.30 Uhr entscheidet eine Platzkommission, ob am Sonntag im Stadion am Zoo gespielt werden kann.

Wuppertal. Schon als der Spielplan der Regionalliga West veröffentlicht wurde, gab es skeptische Blicke im Wuppertaler Lager. Dass das Heimspiel des Jahres gegen Rot-Weiss Essen ausgerechnet auf den 1. Advent gelegt wurde, schmeckte Fans und Verein gar nicht. Schließlich verfügt der Rasen im Stadion am Zoo über keine Rasenheizung und Spielabsagen sind keine Seltenheit. Die Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten, denn am Donnerstag präsentierte sich die Spielfläche in einem völlig durchgeweichten Zustand. Ob gespielt werden kann, entscheidet sich Freitagmittag bei einer Besichtigung durch eine Platzkommission.

Ob auf diesem Rasen gespielt werden kann, entscheidet sich am Freitag. Foto: Daniela Ullrich

Der WSV würde vor alle aus wirtschaftlichen Gründen gerne spielen. „Die Einnahmen aus dem Derby sind in der Jahresplanung fest vorgesehen“, sagt Vorstandssprecher Lothar Stücker. Bis Weihnachten steht zwar noch ein Heimspiel gegen Wattenscheid 09 auf dem Plan, aber spätestens dann folgt ein langer Winter, in dem es kaum noch planbare Einnahmen gibt.

Sportlich und organisatorisch läuft beim WSV ansonsten alles bisher so ab, als würde das Spiel am Sonntag stattfinden. Aufgrund der Witterung konnte nur einmal auf Rasen trainiert werden, ansonsten musste Trainer Stefan Vollmerhausen mit Krafttraining und Einheiten auf Kunstrasen improvisieren. „Im Training hat sich Christopher Kramer am Mittwoch eine Zerrung am Hüftbeuger zugezogen. Der Einsatz ist mehr als fraglich, er ist erst mal für zwei Tage raus. Die Frage ist, ob er zu sich selbst ehrlich genug ist und freiwillig auf ein solches Spiel verzichtet. Die Gefahr ist, dass es bei einer Belastung schlimmer wird und er länger ausfällt“, sagt Stefan Vollmerhausen.

600 bis 800 Karten sind bisher nach Essen gegangen. Auch in Wuppertal läuft der Vorverkauf mit 1900 verkauften Tickets plus Dauerkarten schleppender als sonst. „Viele Fans warten die Platzbesichtigung ab. Sollte am Sonntag gespielt werden, dann können wir darauf reagieren und zusätzliche Tagekassen öffnen“, erklärt Manuel Bölstler.

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