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Tischtennis: Wimpernschlag-Finale in der Oberliga

Tischtennis: Wimpernschlag-Finale in der Oberliga

TTV Ronsdorf holt sich Meistertitel. Bei den TTC-Damen fehlen nur zwei Sätze.

Wuppertal. Mit spannenden Entscheidungen ging für die höher spielenden Wuppertaler Teams die Saison zu Ende. Der TTV Ronsdorf hat in einem Wimpernschlagentscheid die Oberliga-Meisterschaft perfekt gemacht — und damit gleichzeitig den bergischen Nachbarn SV Union Velbert II eine Liga tiefer geschickt.

Noch knapper ging es im Fernduell bei den Damen des TTC Wuppertal zu, bei denen am Ende nur wenige Sätze zur Meisterschaft fehlten.

Toller Sport wurde aber auch beim ASV Wuppertal geboten. Der Sieg in Uerdingen war für den Regionalligisten krönender Abschluss einer hervorragenden Rückrunde. Das 9:6 beim Tabellensechsten Bayer Uerdingen war wie schon gegen Xanten das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Nur der Start in diesem letzten Spiel der „alten“ Regionalliga misslang total, denn keines der drei Doppel konnte punkten. Danach lief es aber rund für den ASV-Express, denn jeder — bis auf Tim Lindner gegen Franco Loggia — punktete und aus dem 0:3 wurde nach dem ersten Durchgang ein 5:4.

Bernd Ahrens nahm dabei gegen den belgischen Youngster Florent Lambiet Revanche für die im Hinspiel erlittene Niederlage und Thorsten Wrobel bezwang keinen Geringeren als den westdeutschen Seniorenmeister Andreas Schmitz. Nach zwei weiteren Erfolgen von Ahrens und Wagner musste Konstantin Schröder seine dritte Saisonniederlage gegen den an diesem Tag schier unbezwingbaren Franco Loggia einstecken. Der Spielstand von 8:6 war wieder ein Fall für Thorsten Wrobel. Bereits zum vierten Mal musste er in der Rückrunde in dieser Situation an den Tisch — diesmal gegen Andreas van Huck — und meisterte die Aufgabe wie alle vorherigen.

„Für uns geht eine bemerkenswerte Saison mit Platz fünf und 13:1-Punkten aus den letzten sieben Spielen zu Ende“, sagte ein äußerst zufriedener Abteilungsleiter Herbert Mühlhausen. Wer das drittbeste Team der Rückrunde noch einmal sehen will: Im WZ-Pokal-Halbfinale empfangen die Barmer am Donnerstag, 21. März, um 19.30 Uhr den Tabellenführer der 2. Bundesliga, Union Velbert, in der Turnhalle an der Thorner Straße.

Es hat gerade noch gereicht für den TTV Ronsdorf. Mit einer „Superleistung“, wie Mannschaftsführer Michael Holt nach dem Spiel gegen Union Velbert schwärmte, schafften die Südstädter dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung doch noch die Meisterschaft und sind damit erster Anwärter auf die Aufstiegs-Relegation — punktgleich und nur zwei Spiele besser als der Zweite TTC Vernich. Das dürfte dann nach ersten Prognosen auch klappen mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Umso bitterer war das 9:2 für die Velberter, denn schon ein einziges Pünktchen mehr hätte den Bergischen zum Klassenerhalt gereicht. Nahezu alle knappen Spiele gingen in diesem finalen Duell an die Ronsdorfer, angefangen vom Eröffnungsdoppel Donnelly/Langhanki gegen Stieber/Kopper, über die beiden hauchdünnen Erfolge von Michael Holt und Alexandr Smirnov gegen Evgheni Dadechin und den Fünfsatzsieg von Justin Donnelly gegen Lucas Erhard.

Für den zweiten Wuppertaler Oberligisten, die SSV Germania, gab es keinen erfolgreichen Saisonabschluss. Die Mannschaft von Patrick Leis musste sich nach vier Stunden Spielzeit der TTG Niederkassel mit 7:9 geschlagen geben. Vier Siege im oberen Paarkreuz durch Leis und Mike Theißen reichten nicht, denn alle vier Doppel gingen verloren.