LTV baut nach der Pause ab

Handball-Oberligist unterliegt Haan in eigener Halle nach gutem Beginn am Ende deutlich mit 29:34 (17:17).

Nach ansprechender erster Halbzeit musste Handball-Oberligist LTV Wuppertal bei der 29:34 (17:17) Niederlage die Gäste der DJK Unitas Haan über weite Strecken ohne Gegen-wehr ziehen lassen. Der LTV hatte gut ins Spiel gefunden und war über den Linksaußen Tim Lorenz erfolgreich. 5:3 und 7:5 führten die Langerfelder in der Anfangsphase. Die Gartenstädter mit ihrem Trainerfuchs Kai Müller ließen sich aber nicht abschütteln und hatten in Marcel Billen (14/8) den überragenden Akteur in ihren Reihen.

Nach und nach mischte sich auch Pech in die Aktionen der Gastgeber. Sechs Pfosten- und Lattentreffer sprangen zu den Haanern zurück und brachten diese in 1:1-Situationen gegen den hilflosen Nico Miebach im Tor. Als Rouven Jahn dann, für ihn sehr ungewöhnlich, zwei Siebenmeter nicht im Tor unterbringen konnte, witterten die Rheinländer Morgenluft. Beim 15:15 war der erste Gleichstand hergestellt, 17:17 lautete der Halbzeitstand, der für beide Mannschaften noch alles offenließ.

Doch die Gäste kamen lebendiger aus der Pause und führten schnell mit 24:20. Die Langerfelder wurden zunehmend fahrig in ihren Aktionen. Die Abwehr öffnete sich grundlos immer mehr. Es konnte kein Deckungsverband mehr erkannt werden.

In dieser Phase zeigte es sich, dass der LTV keinen Leitwolf hat, der den Kader aufrichten kann. Auch Spielertrainer Alex Breenkötter war es nicht vergönnt, von der Bank Akzente zu setzen. Deshalb agierte der LTV zunehmend über Einzelaktionen. Einzig Florian Lepper war es mit seinen Toren vorbehalten, den LTV im Spiel zu halten. Die starken Außen Tim Lorenz und David Biskamp hingen zusehends in der Luft. Nachdem auch die Kreisläuferanspiele an David Adolphs nicht ihr Ziel fanden, schwand die Hoffnung auf den Sieg. Beim 23:28 (49.) war die Partie frühzeitig entschieden. Dass sich Toni Oppolzer, gerade erst eingewechselt, schwer am Fuß verletzte, trübte die Stimmung in der Mannschaft zusätzlich. Mit automatisierten Konzepten und gekonntem Positionsspiel hielten die Müller-Schützlinge den LTV leicht und locker auf Distanz. Zumal aufgrund der knapp besetzten Bank bei den LTVern auch zunehmend die Kräfte schwanden. Für viele bedeutete der Schlusspfiff des-halb eine Erlösung.