Wuppertaler SV: Die Elf der Stunde kommt zum WSV ins Stadion am Zoo

Wuppertaler SV : Die Elf der Stunde kommt zum WSV ins Stadion am Zoo

Fußball-Regionalliga: Gegen den Tabellenzweiten Oberhausen sind beim WSV am Samstag, 14 Uhr, auch neue Spieler gefragt.

Wuppertal. Nach dem 1:4 in Aachen mussten sich Spieler und Trainer des WSV erst einmal gewaltig schütteln. Das tat weh, zumal mit Kevin Hagemann und Silvio Pagano noch zwei prominente Ausfälle für die nächste Zeit zu beklagen sind. Und nun kommt am Samstag mit Rot-Weiß Oberhausen so etwas wie die Mannschaft der Stunde der Regionalliga West ins Stadion am Zoo (Anstoß 14 Uhr).

Foto: Kurt Keil

Die Elf von Ex-WSVer Mike Terranova ist durch drei Siege ohne Gegentor in Folge auf Tabellenplatz zwei geklettert. Dahin, wo auch der WSV bei einem Sieg über Aachen hätte stehen können. „Sie sind im Flow“, spricht WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen mit Hochachtung vom Gegner, den er vor der Saison auch als einen der Mitfavoriten auf die Meisterschaft auf dem Zettel gehabt habe. „Wenn man die Zweitvertretungen mal außen vor lässt, haben sie nach Viktoria Köln für mich den besten Kader“, so Vollmerhausen. Im Defensivverbund stehen mit Felix Haas und Robert Fleßers zwei Ex-Wuppertaler.

Wer ihnen nach dem Ausfall von Pagano und Hagemann, das Leben schwer machen soll, ließ Vollmerhausen am Donnerstag noch offen. „Aber ich habe mit Manuel Bölstler sicher keinen Kader zusammengestellt, und keine Lösungen, wenn mal zwei Spieler ausfallen“, so Vollmerhausen. Klar ist, dass mit Davide Leikauf und den Zugängen Dennis Dowidat und Raphael Steinmetz drei gestandene Regionalliga-Spieler bisher viel auf der Bank saßen, die nun gefordert sein könnten.

„Klar wird das eine sehr schwere Aufgabe, aber wir spielen zu Hause und wollen sicher nicht zwei Spiele nacheinander verlieren. Gegen Viktoria Köln und Rot-Weiss Essen haben wir ja schon bewiesen, dass wir auch Top-Gegner bezwingen können“, gibt sich Vollmerhausen kämpferisch.

Dass Oberhausen noch am Dienstagabend ein kraftraubendes Spiel gegen Dortmunds Zweitvertretung bestritten hat (1:0), könnte ein kleiner Vorteil für den WSV sein. Stefan Vollmerhausen: „Ich hoffe, dass wir die frischeren Beine haben.“

Neue personelle Lösungen sind noch lange gefragt. Kevin Hagemann wird bis ins neue Jahr hinein ausfallen, also auch zum Rückrundenstart am 18. November in Bonn, dem im Dezember noch der Heimknüller gegen RWE und das Spiel in Wegberg folgen, noch nicht zur Verfügung stehen. Er wurde am Mittwoch erfolgreich an der Schulter operiert. „Da war einiges kaputt, an Bändern aber auch knöchern“, war die Auskunft von Mannschaftsarzt Tim Heinz. Auch bei Silvio Pagano ist es schlimmer als befürchtet. Wie ein MRT ergab, sind auch Muskelbündel im Oberschenkel gerissen. Er werde wohl eher sechs statt vier Wochen fehlen.

Gegen Oberhausen soll der WSV übrigens erstmals mit den neuen Trikots auflaufen, die auf der Brust für die Initiative ein Dach für die Nord werben und mit den Namen der Unterstützer versehen sind, die jeweils 250 Euro bezahlt haben. Auf 500 hatte man gehofft, letztlich waren laut Sportvorstand Manuel Bölstler nur gut 100 zusammengekommen. „Wir haben unseren Fans da viel abverlangt“, gibt er sich selbstkritisch.

Zumindest hofft man nun, für die Top-Spiele gegen RWO, Uerdingen und RWE den Zuschauerschnitt von bisher nur 2260 heben zu können. Kalkuliert worden sind vorab 3000.

“ Die Pressekonferenz zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite WZ Wuppertal.

“ Vom Spiel am Samstag berichten wir live unter

wz.de/liveticker

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