Sperre für Klafflsberger, Punkte für Heckinghausen

Sperre für Klafflsberger, Punkte für Heckinghausen

Fußball: Torwart des SVH soll mit der Faust geschlagen haben.

Wegen einer Tätlichkeit gegen seinen Gegenspieler hat die Spruchkammer des Fußballkreises Wuppertal-Niederberg Heckinghausens prominenten Torwart und Spielertrainer Martin Klafflsberger für vier Monate für alle Tätigkeiten im DfB gesperrt. Gleichzeitig wurde das Kreisliga- B-Spiel zwischen Spitzenreiter SV Heckinghausen und der Zweitvertretung des Cronenberger SC, das am 17. September nach 36 Minuten beim Stand von 1:0 vorzeitig beendet worden war, weil Cronenberg geschlossen das Spielfeld verließ, mit 2:0 für Heckinghausen gewertet. Beide Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig. Die Vereine haben sich Bedenkzeit ausgebeten und zehn Tage Zeit für einen Einspruch.

„Wir hatten drei Zeugen, die übereinstimmend gesagt haben, den Faustschlag von Herrn Klafflsberger gegenüber dem Cronenberger Spieler gesehen zu haben“, sagte der Spruchkammervorsitzende der Klaus Sewald der WZ. Dem beschuldigten Torhüter habe man zugute gehalten, dass er sich beim vorausgegangenen Luftkampf mit dem Ellenbogen angegangen gefühlt habe. Sewald: „Sonst wäre die Strafe noch höher ausgefallen.“ Der Ex-Oberliga-Torwart hatte ausgesagt, er habe dem Spieler nur mit dem Finger bedeutet, dass er beim nächsten Mal den Ellenbogen weglassen solle. Bei dem war im Krankenhaus eine Prellung festgestellt worden.

Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, wird am Sonntag beim SVH statt Klafflsberger Teammanager Davor Kozak auf der Bank sitzen. Kozak: „Wir setzen uns am Montag in Ruhe zusammen und entscheiden, über unser weiteres Vorgehen.“

Für den Aufstiegsfavoriten ist das natürlich ein Schlag gegen das Renommee, auch wenn das Punktekonto wohl unbelastet bleibt. Sewald: „Die Statuten sagen klar, dass keine Mannschaft das Spiel abbrechen darf. Die Begründung, man habe sich nach dem Faustschlag bedroht gefühlt, haben wir nicht nachvollziehen können.“ Der Schiedsrichter, auch wenn der wegen Nichterscheinen des angesetzten Referees vom SVH gestellt worden sei, habe alles richtig gemacht. Der Faustschlag habe sich in seinem Rücken abgespielt. Red

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