Handball: TV Beyeröhde stürmt fast mühelos an die Tabellenspitze

Handball: TV Beyeröhde stürmt fast mühelos an die Tabellenspitze

Langerfelderinnen schlagen Dortmund II mit 42:18.

Wuppertal. Zehn Sekunden war das Spiel alt, da hatte Vanessa Schwab den Ball schon zum ersten Mal ins Dortmunder Netz gehämmert, Marieke Köhler und Laura Sosnierz schlossen unmittelbar darauf mit Treffern an.

Und als Sandra Münch in nicht einmal 60 Sekunden drei Torerfolge markierte, da stand es nach vier Minuten schon 6:1 für den TV Beyeröhde. Der hatte damit die Vorgabe von Trainerin Meike Neitsch „von Anfang an Gas geben“ perfekt umgesetzt. Und dass es am Ende 42:18 (24:10) für den TVB stand, war die logische Folge und belohnte ein Team, das in keiner Phase des einseitigen Tempo-Spiels gegen die Zweitvertretung des BV Borussia Dortmund nachgelassen hatte.

Die knapp 200 Zuschauer in der Buschenburg wussten nachher nicht, wem sie den meisten Beifall zollen sollten: der achtfachen Torschützin Sandra Münch, die gleichermaßen als Torjägerin und als Spielgestalterin begeisterte oder Laura Sosnierz (ebenfalls acht Treffer), die als vorgezogene Abwehrspielerin nahezu jeden Zweikampf gewann, als Kreisläuferin imponierte und praktisch überall zu finden war. Nicht zu vergessen auch Torhüterin Nicole Bonna, die von 39 Würfen auf ihr Tor 21 Bälle teilweise großartig parierte und auf eine Erfolgsquote von 54 Prozent kam.

Doch im Grunde war es egal, wen Meike Neitsch gegen die völlig überforderten Dortmunderinnen aufs Feld schickte: Jede Spielerin stellte sich in den Dienst der Mannschaft, wobei die erkältete Vanessa Schwab trotz ein wenig Wurfpechs auf sieben Torerfolge (drei souverän verwandelte Siebenmeter) kam, Angelika Bensch zielsicher aus dem Rückraum knallte oder die kleine Linksaußen Tugba Gürdere in der Schlussphase eine starke Partie in der Rückraummitte lieferte.

Dass sich sämtliche eingesetzten Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintrugen, und auch Michelle Stefes und Julia Schindler nicht nachstanden, spricht eine deutliche Sprache.

Hatte der knappe 32:30-Sieg in Lobberich noch Anlass zu herber Kritik gegeben, so strahlte Meike Neitsch nach dem Schlusspfiff wie die Herbstsonne am Nachmittag, als sie die zahlreichen Glückwünsche entgegennahm.

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