Der Tabellendritte der 2. Liga überwindet alle Widrigkeiten

Handball : TV Beyeröhde zeigt tolle Trotzreaktion in Waiblingen

Handball-Zweitligist siegt mit Mini-Kader 34:30 beim Tabellen-Fünften. Auch Ruthenbeck fiel aus.

Dieser TV Beyeröhde lässt sich nicht kleinkriegen: Trotz diverser Verletzungen und mit einem Minikader von elf Spielerinnen schafften die Schützlinge von Trainer Martin Schwarzwald beim Tabellenfünften der 2. Handball-Bundesliga, VfL Waiblingen, einen 34:30 Erfolg, an den man bei einem Halbzeit-Rückstand von 14:18 noch nicht zu denken wagte.

Zu allem Verletzungspech (Torjägerin Pia Adams, Abwehrchefin Annalena Tomlik und die bislang noch gar nicht einsatzbereiten Hannah Kamp und Silvia Szücz) kam nach zehn Minuten die Knieverletzung von Ramona Ruthenbeck hinzu, die als Regisseurin und zuverlässige Torschützin eine Schlüsselposition einnimmt. Sie wird am Montag ärztlich untersucht werden.

Rasante Aufholjagd
nach der Pause

Schlechte Voraussetzungen also für die Partie beim schwäbischen Zweitligisten, in der der Tabellendritte aus Wuppertal im ersten Durchgang meist einem Rückstand hinterherhechelte, zumal die Gastgeberinnen allein mit sechs Tempogegenstößen erfolgreich waren. Im zweiten Durchgang gab es mit 15:20 sogar ein Fünf-Tore-Rückstand. Doch der weckte ein „ Jetzt-erst-recht-Gefühl”, das sich vornehmlich in den Treffern von Melina Fabisch und Michelle Stefes ausdrückte, die die Voraussetzungen dafür schafften, dass Johanna Heldmann zum 22:22 ausgleichen konnte. Nun wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste, zumal auch die von 6:0 auf 5:1 umgestellte Abwehr sicherer stand und nur noch einen erfolgreichen Tempogegenstoß zuließ.

Die Aufholjagd hatte das Selbstbewusstsein so gestärkt, dass die Führung durch Natalie Adeberg, Luisa Knippert, Melina Fabisch und Michelle Stefes sogar bis auf 30:25 ausgebaut wurde.„Dann haben die Mädels das sicher heruntergespielt“, freute sich Trainer Martin Schwarzwald und lobte. „Vor der Mannschaft kann ich nur den Hut ziehen“. Wermutstropfen: Die Verletzung von Ramona Ruthenbeck, die den Kader auf derzeit acht Feldspielerinnen reduziert.