Musikschule sucht im März „Sprockhövel’s next Toptalent“

Wettbewerb : Musikschule sucht im März „Sprockhövel’s next Toptalent“

Zum Stadtjubiläum findet der Talentwettbewerb erstmals statt.

Wer wird „Sprockhövel’s next Toptalent“? Das wird sich am 7. März im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen zeigen. Denn dann hat die Musikschule zum Talentwettbewerb aufgerufen. Der Wettbewerb nimmt das 50-jährige Stadtjubiläum zum Anlass – könnte aber auch in den kommenden  Jahren weitergeführt werden.

Die Idee hatte Annegret Theis schon lange – nun gibt es endlich die Gelegenheit dazu. „Viele Kinder gucken diese Talent­shows im Fernsehen – aber die sind für sie sehr weit weg“, sagt die Leiterin der Musikschule. Selbst Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ liegen für viele in weiter Ferne. Deshalb wollte sie eine kleine Version nach Sprockhövel holen – bei der die hiesigen Schüler zeigen dürfen, was sie können. Und nachdem die Anmeldefrist verstrichen ist, zeigt sich: Die Musikschüler haben Interesse.

23 junge Musiker haben sich für den Wettbewerb angemeldet. Voraussetzung war, in Sprockhövel zu wohnen oder an der hiesigen Musikschule ein Instrument zu lernen. Die Teilnehmer werden in drei Kategorien aufgeteilt. Bei den Zehn- bis Elfjährigen treten zehn Schüler gegeneinander an, bei den Zwölf- bis 13-Jährigen sind es neun Schüler, für den Wettbewerb der 14- bis 15-Jährigen haben sich vier Jugendliche angemeldet. Annegret Theis war erstaunt, dass gerade die jüngsten so viel Mut zeigen. „Damit hätte ich nicht gerechnet“.

Am 7. März tragen die Wettbewerber im Martin-Luther-Haus an der Gevelsberger Straße 3 Stücke auf den Instrumenten vor, die sie in der Sprockhöveler – oder in einer anderen – Musikschule üben. Vertreten sind Klavier, Gitarre, Klarinette, Trompete, Violine, Akkordeon, Querflöte und Kontrabass. Den Anfang macht die jüngste Bewertungsgruppe von 15 bis 16 Uhr, nach einer Pause sind von 16.30 bis 17.30 Uhr die Zwölf- bis 13-Jährigen an der Reihe, von 18 bis 18.30 Uhr machen die 14- bis 15-Jährigen den Abschluss.

Zwischen den Vorspielen berät sich die Jury. Die besteht aus drei Lehrern der Musikschule: Klaus-Peter Quabach, der Gitarre unterrichtet, Olga Belyaeva, die Klavier und Akkordeon lehrt und Andreas Gottschlich, der Klarinettenunterricht gibt. Gemeinsam bestimmen sie die Sieger der jeweiligen Altersklasse. Dem jeweiligen Sieger winkt eine professionelle Tonaufnahme des eigenen Spiels in einem Tonstudio. Doch auch die anderen Teilnehmer werden einen kleinen Preis bekommen. Zur Preisverleihung wird auch Bürgermeister Uli Winkelmann kommen und den Teilnehmern gratulieren.

Besonders freut sich Annegret Theis auch über die rege Teilnahme am Planungsteam des Wettbewerbs. Dafür hatte sie sich einige Musikschüler zusammengesucht, die bereits Erfahrungen mit solchen Wettbewerben sammeln konnten. Die 14-jährige Sabine Müller und der elfjährige Moritz Jansen werden auf eigenen Wunsch die Veranstaltung moderieren. „Ich finde es toll, dass die beiden sich das trauen“, sagt die Leiterin.

Wenn es nach ihr geht, könnte es so einen Wettbewerb in Zukunft weiterhin geben. Vorausgesetzt, der erste Versuch klappt und stößt auf Interesse. Weil so viele Jüngere sich angemeldet haben, könne man in Zukunft darüber nachdenken, das Mindestalter niedriger anzusetzen. Doch jetzt freue man sich erst einmal auf den ersten Wettbewerb – und auf viele spielfreudige Talente.