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Doppel-Konverter: Initiative rührt Werbetrommel

Doppel-Konverter: Initiative rührt Werbetrommel

6000 Handzettel mit einem Aufruf zur Demo.

Osterath. Die von der Initiative gegen den Doppel-Konverter am Samstag, 2. März, um 15 Uhr geplante Menschenkette rund um das Weihnachtsbaumfeld am Ingerweg wirft ihre Schatten voraus. „Wir haben 6000 Handzettel drucken lassen“, sagt Sprecherin Astrid Linn.

Sie appelliert an die Beteiligten, das Auto zu Hause zu lassen. Linn hofft auf mindestens 1000 Teilnehmer, „lieber wären mir natürlich 2000“. Auch eine Klage schließt die Initiative nicht aus. „Wir werden es nicht akzeptieren, wenn der Konverter nur 300 Meter nach hinten gerückt wird und Amprion ein paar Pappeln davor setzt“, ergänzt Linn.

Bei einem Termin im Landtag hatten Mitglieder der Initiative vor einer Woche erneut ihre ablehnende Position gegen einen Konverter in Osterath begründet. „Wir haben den überregionalen Charakter dieses Pilotprojekts unterstrichen, das bis nach China Interesse weckt. Wir wollen nicht die Versuchskaninchen sein“, sagt Linn.

Ihr Mitstreiter Karsten Weigmann ist überzeugt, dass Amprion bereits weit im Vorfeld versucht habe, Fakten zu schaffen: „Es gab schon im September vergangenen Jahres Präsentationen in der Branche mit Osterath als Standort für den Konverter. Da wusste hier noch niemand von der Planung.“

Eine Entscheidung in Berlin zur Umsetzung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes wird nach Informationen der Initiative nicht vor dem 14. März im Bundestag fallen.

Initiativen-Mitglied Norma Köser-Voitz hatte am Samstag Gelegenheit, Bundesumweltminister Peter Altmaier während des CDU-Kreisparteitags im Kreis Viersen eine Einladung für die Aktion „Menschenkette“ zu übergeben.

Der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling (CDU) hatte den Kontakt hergestellt. Köser-Voitz nutzte die Chance und legte Altmaier in einem kurzen Gespräch die Anliegen der Initiative dar.

Außerdem übergab sie ihm eine Mappe mit den bisher 120 Presseberichten über die Initiative gegen den Doppelkonverter. Der Bundesumweltminister versicherte seinerseits, dass ihm die Anliegen der Initiative bekannt seien.