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Corona-Krise in Meerbusch: Viele Bürger bleiben zu Hause

Meerbusch : Weniger Menschen sind in der Stadt unterwegs

Einige Meerbuscher gingen nach draußen, um ins Café zu gehen oder einzukaufen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise machen sich auch im öffentlichen Leben in Meerbusch bemerkbar. An der Büdericher Dorfstraße waren gestern weit weniger Bürger als üblich unterwegs. Menschenleer war es im Ortskern aber trotzdem nicht. Insbesondere die ansässigen Supermärkte zogen viele Kunden an, da sich die Besorgung von Lebensmitteln kaum aufschieben lässt. Mitunter kam es dabei auch zu Vorratskäufen, denn insbesondere Toilettenpapier und Nudel, aber auch vereinzelt andere Lebensmittel wie Konserven waren in den örtlichen Geschäften Mangelware. Manche Produkte wie Desinfektionsmittel wurden – wenn überhaupt noch vorrätig – nur noch in begrenzter Stückzahl an die Kunden verkauft. Die überwiegende Mehrheit an Lebensmitteln ist jedoch weiterhin in genügender Menge in den Geschäften vorrätig, sodass Hamsterkäufe unbegründet sind.

Einige Menschen nutzten gestern das gute Wetter für einen Zwischenstopp in Cafés, auch wenn sich dort weniger Gäste als üblich aufhielten. Ähnliches galt auch für Imbissbuden wie den Currywurst-Stand am Dr.-Franz-Schütz-Platz. Unter den Kunden war der Osterather Niki Zenke. „Essen muss ich ja“, so der Handwerker. Zudem wolle er lokale Einzelhändler unterstützen. Und diese Unterstützung ist dieser Tage dringend nötig, da nicht nur die Menge der Besucher rückläufig ist, sondern den Betreibern auch sämtliche Veranstaltungen der kommenden Wochen abgesagt wurden. Dennoch vermeide Niki Zenke Menschenansammlungen und halte Abstand von anderen Menschen.

Ähnlich hält es auch Jochen Schneider, der im Hallenbadpark mit seinem Hund spazieren ging. Auch er meide direkten Kontakt mit anderen Leuten, stellte aber gleichzeitig auch klar: „Null Kontakt geht nicht.“ Das gelte zum einen natürlich für seine Frau, aber zum anderen auch für zwangsläufige Begegnungen in Supermärkten, Bäckereien oder Metzgereien. Seiner Arbeit könne der Versicherungsmakler dagegen von zu Hause aus nachgehen. Sorgen mache er sich aber um seine Eltern, für die er nun ebenfalls den Einkauf von Lebensmitteln übernommen habe.

Kinder und Eltern genossen das sonnige Wetter.