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Corona hat die Eröffnung des Meerbuscher Bistros Rapunzel verzögert

Gastronomie in Meerbusch : Das Rapunzel hat schon Fans

Als Ergänzung zu seinem Obst- und Gemüsegeschäft „Vitaminkorb“ hat Imad Mohamed nun auch ein Bistro eröffnet. Es soll das Gastronomie-Angebot in Lank-Latum abrunden.

Die im vorgeschriebenen Abstand platzierten Tische mitten in der Fußgängerzone der Hauptstraße in Lank-Latum sind an diesem Vormittag alle besetzt – das Bistro Rapunzel hat bereits kurz nach der Eröffnung seine Fans gefunden. „Wir haben etwa zwei Jahre geplant, dabei eine feste Linie verfolgt und wollten eigentlich zum Frühlingsbeginn eröffnen. Das hat Corona verhindert. Jetzt ist es der 15. Mai geworden“, sagt Imad Mohamed.

Er ist seit mehr als fünf Jahren in dem Meerbuscher Ortsteil ansässig, hat 2015 gegenüber mit seiner Frau Natalya das Obst- und Gemüsegeschäft „Vitaminkorb“ eröffnet und wohnt jetzt auch in Lank-Latum: „Das ist ein sehr gutes Dorf. Ich bin hier sehr glücklich.“ Auch deshalb ist der mehrere Sprachen sprechende Imad Mohamed der Hinweis besonders wichtig, dass das neue Bistro als Ergänzung zum vorhandenen gastronomischen Angebot gedacht ist - und keineswegs als Konkurrenz zu den Konzepten seiner Kollegen: „Es ist ein zusätzliches Angebot für Jugendliche, Arbeiter, Geschäftsleute oder Rentner. Jeder soll sich hier wohlfühlen. Auch die Wünsche von Vegetariern oder Veganern werden erfüllt.“

So hat Mohamed aus den seit acht Jahren leer stehenden Räumen einer ehemaligen Schlecker-Filiale eine Gaststätte im Bistro-Stil gestalten lassen, die nicht nur durch die mehr als sechs Meter lange mit Wahrzeichen wie Wasserturm, Teloy-Mühle, Brunnen oder Kirche von Künstlern bemalte Wand zum Verweilen einlädt. An der Bar gibt es außerdem raffinierte Cocktails: „Dort ist nach der Corona-Zeit sicher viel los.“

Die Familie arbeitet im
Unternehmen mit

Was Mohamed wichtig ist: „Hier kann jeder reinkommen, einfach nur einen Kaffee, ein Wasser oder ein Glas Wein trinken.“ Zudem darf sich jeder Gast an das Klavier setzen und andere Gäste hören lassen, wie er das Instrument beherrscht. Neben Frühstücksangeboten, Kuchen und verschiedenen Bowls – einschließlich der Rapunzel-Bowl - gibt es unter anderem ein Graupenrisotto, gegrilltes Lachssteak, Truthahnschnitzel oder einen Eintopf. Die Obst- und Gemüseprodukte aus vorwiegend regionalem Anbau sowie die Antipasti und ähnliches kommen „selbstverständlich“ aus dem „Vitaminkorb“.

„Wir sind ein Familienunternehmen“, erklärt Bistro-Besitzer Mohamed, sein Schwager Stanislav Husemann sei seine „rechte Hand“. „Das Konzept passt sehr gut hier hin“, sagt der Bruder von Mohameds Frau Natalya. Übrigens: Auch der Name „Rapunzel“ soll den engen familiären Zusammenhang deutlich machen. „Natürlich ist damit aber der Salat gemeint“, sagt Mohamed und lacht. Mit seinen sieben Mitarbeiter freut er sich auf seine Gäste und die neuen Aufgaben.