Mönchengladbach: Diese Entscheidungen stehen 2019 in Gladbach an

Entscheidungen in Mönchengladbach : Diese Entscheidungen stehen 2019 an

Der Nahverkehr, Haus Erholung, OB-Kandidatur – das ist für die Stadt von Bedeutung.

2019 ist das Jahr vor der Kommunalwahl. Und damit stellt sich schon die Frage nach der wichtigsten Personalie der Stadt. Aber noch mehr Entscheidungen und erste Schritte in Projekten stehen an.

Wer kandidiert als Oberbürgermeister?

Im Herbst 2020 werden ein neues Stadtoberhaupt und ein neuer Stadtrat gewählt. Der Wahltermin steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass die Parteien sich in diesem Jahr allmählich auf ihre Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters werden festlegen müssen. Und da steht bei der CDU als erstes die Frage im Raum, ob Amtsinhaber Hans Wilhelm Reiners nach dann sechs Jahren im Amt weitermachen will. Bisher hat es von ihm keine Signale gegeben. Auch in der Union wartet man ungeduldig auf seine Entscheidung. Entscheidet sich Reiners dagegen, dürfte es genug Interessenten in der CDU geben. Bei der SPD scheint der Fall klarer: Favorit ist der Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs, der am Wahltermin 31 Jahre alt sein wird. Spannend bleibt, ob Grüne, FDP, Linke und AfD eigene Kandidaten ins Rennen schicken werden.

Wer fährt künftig die Busse
durch Mönchengladbach?

Darüber muss der Rat im Frühjahr entscheiden. Die Direktvergabe an die NEW ohne vorherige europaweite Ausschreibung ist in jahrelanger Kleinarbeit vorbereitet worden. Dazu sind die Fahrpläne ausgeweitet worden (die dritte Stufe des neuen Linienplans gilt ab dem Sommer), dazu sind rund 120 Busfahrer von der Tochter Westbus zurück in den Konzern geholt worden. Entscheidend aber ist: Bis Mai 2019 läuft die zwölfmonatige Frist, innerhalb der andere Anbieter gegen die beabsichtigte Direktvergabe klagen können. Bis dahin ist noch nichts geklärt. Konkret geht es um die Vergabe des Linienbusverkehrs in Mönchengladbach ab dem 4. Dezember 2019 für eine Laufzeit von zehn Jahren.

Wie sieht der Busbahnhof
der Zukunft aus?

Im Zuge des geplanten Abrisses von Haus Erholung und des Neubaus von „19 Häuser“ (der neue Eigentümer Bema will in diesem Jahr die Abrissgenehmigung beantragen, die Stadt bis Ende 2019 Baurecht schaffen) wird auch der Busbahnhof erheblich verkleinert. Wahrscheinlich wird er dann nur noch halb so groß sein wie heute. Seit Monaten tüfteln Stadt, NEW und ein Ingenieurbüro darum, ein neues Konzept für den Busbahnhof zu schaffen. Auch das muss 2019 vorliegen. Die Idee, den Busbahnhof auf die Rückseite zum Platz der Republik zu verlegen, ist verworfen.

Wer kauft Haus Erholung?

Das ist eine der zentralen Fragen in diesem Frühjahr: Welcher von drei Bietern erhält den Zuschlag? Und wie sieht sein genaues Konzept aus? Hinzu kommt: Die Gegner des Verkaufs sammeln noch Unterschriften für einen Bürgerentscheid. Bis zum 12. Februar haben sie Zeit. Bleibt der Widerstand aus der Bürgerschaft gegen den Verkauf ohne Erfolg, könnte der Deal im dritten Quartal über die Bühne gehen.

Was passiert mit dem Abteiberg?

Allmählich werden die ersten Projekte aus dem Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) umgesetzt. Aus dem Städtebauförderungsprogramm von Bund und Land fließen 10,64 Millionen Euro in erste Maßnahmen des Projektes Soziale Stadt Alt-Mönchengladbach. Im Haushalt sind dafür 2019 14,5 Millionen angesetzt.

Was ist mit dem Rathaus-Neubau?

In einem zweistufigen Wettbewerb soll bis Juni (erste Preisgerichtssitzung) beziehungsweise November (zweite Sitzung) ein Siegerentwurf gekürt und entschieden werden. Die Stadt kalkuliert mit Kosten in Höhe von rund 161 Millionen Euro, was aber laut eigener Berechnung wirtschaftlicher wäre, als alle Verwaltungsstandorte beizubehalten und zu sanieren.

Und was ist mit den ganzen
großen Baugebieten?

Reme-Gelände, Seestadt (ehemals City-Ost) und Maria-Hilf haben eins gemein: Es gibt viele Pläne, aber bisher keine Kräne. Das soll sich 2019 ändern. Teile des ehemaligen Maria-Hilf-Krankenhauses sollen abgerissen werden, für die Seestadt waren für das erste Quartal 2019 die ersten Baugenehmigungen vorgesehen, und auf dem Reme-Gelände muss vor dem Bau neuer Wohnhäuser der Boden von Altlasten saniert werden. Das läuft jetzt an.