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Bürgermeister Heyes soll seine Verwaltung nicht im Griff haben

Bürgermeister Heyes soll seine Verwaltung nicht im Griff haben

Am Donnerstag geht’s um Angriffe, wahre Gesichter und rote Ostereier.

Willich. Sie gehen weiter: die Attacken der Willicher FDP gegen Bürgermeister Josef Heyes. Jetzt soll der Mann Probleme mit der Organisation seiner Verwaltung haben. Dass die Welt schwarz-weiß ist, beweist dagegen die Tönisvorster SPD.

„Der Bürgermeister hat seine Verwaltung nicht im Griff.“ So attackiert Ratsherr Thomas Brandt (FDP) Josef Heyes. Die Liberalen beziehen sich auf eine Erklärung der CDU zum Wahlefeldsaal. Darin hatte es geheißen: „Für solche Fehler im Tagesgeschäft kann nicht der Bürgermeister verantwortlich gemacht werden.“ Ein Blick in die Gemeindeordnung schaffe Klarheit. „Der Bürgermeister ist verantwortlich für die Leitung und Beaufsichtigung des Geschäftsgangs der gesamten Verwaltung“, sagt die Juristin und FDP-Ratsfrau Ellen Roidl-Hock.

„Wir wollen den Wählern mit gewissem Stolz und Selbstbewusstsein unsere Kandidaten so zeigen, wie sie wirklich sind. Menschen mit Ecken und Kanten.“ So beschreibt Hans Joachim Kremser, Wahlkampfleiter der Tönisvorster SPD, den neuen Stil der Wahlplakate seiner Partei. Neben jungen Gesichtern zeigen die Genossen Menschen in der Lebensmitte, ungeschminkt und geradeheraus. „Durch die bewusst gewählte Schwarz-Weiß-Darstellung vermitteln die Plakate das Vertrauen von Persönlichkeiten, die sich engagiert und nachhaltig einsetzen“, so Kremser. Und verweist auf die neue Internetseite www.spd-profile.tv

Während einer Wohnbereichsbegehung zwischen Acker- und Goethestraße überraschte Ratskandidat Carsten Mader (SPD) in der vergangenen Woche mit roten Ostereiern. Er nahm gleichzeitig Hinweise auf Missstände entgegen. Klagen der Anwohner gab es unter anderem über fehlende Mülleimer auf dem Radwanderweg in Höhe des Hotels Hubertus Hamacher. Desweiteren wurde das hohe Verkehrsaufkommen im Bereich Ausfahrt Goethe-/Bahnstraße sowie im Bereich Ausfahrt Acker-/Bahnstraße angesprochen.

Gibt es die Chance, an den Bahnhöfen im Kreis Viersen Car-Sharing-Angebote zu nutzen? Das berät derzeit der Arbeitskreis ÖPNV der CDU im Kreis Viersen. Bei einem Ortstermin am Bahnhof Anrath nahm er die bestehenden Angebote unter die Lupe. Dort gebe es viele Ansätze, nämlich eine gute Anbindung von Bus und Bahn, eine Verknüpfung mit dem Bürgerbus und 90 abschließbare Fahrradboxen. „Vielleicht gelingt es uns, Unternehmen für die Standorte Anrath, Viersen, Kempen oder Kaldenkirchen zu interessieren“, so Kreisvorsitzender Marcus Optendrenk. Bürgermeister Heyes nahm die Anregung mit, die Abfahrtzeiten für den Bürgerbus wie in St. Tönis mit auf die elektronische Anzeige an der Bushaltestelle zu nehmen. Zuständig ist die SWK aus Krefeld.