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Niersverband: Heyes übt Kritik an drastischen Gebühren

Niersverband: Heyes übt Kritik an drastischen Gebühren

Kreis Viersen. Mit der drohenden Gebührensteigerung für die Kommunen beim Niersverband haben sich auch die Bürgermeister des Kreises Viersen beschäftigt. Wie berichtet, hatte der Niersverband-Chef Dietmar Schitthelm ab 2019 eine Steigerung von knapp 40 Prozent angekündigt.

Die Verbandsversammlung soll dies am 14. Dezember beschließen. Die Sorgen der Kämmerer und Bürgermeister über einen solch drastischen Anstieg habe man dem souveränen Gremium jedoch mitgeteilt, berichtet Willichs Bürgermeister Josef Heyes auf Nachfrage der WZ. Heyes ist Sprecher der Bürgermeister im Kreis Viersen.

Laut Heyes sei es „komisch“, dass der Niersverband so plötzlich den großen Sanierungsstau erkenne und eine Erhöhung um knapp 40 Prozent vorschlage. In den Jahren davor sei davon nie die Rede gewesen. Außerdem führt Heyes an, dass der Niersverband immer noch über Rücklagen in Höhe von 50 Millionen Euro verfüge. „Professor Schitthelm möchte diese wohl gerne wieder auf 100 Millionen auffüllen“, mutmaßt Heyes.

Darüber hinaus schaut Heyes mit Blick auf Kostensteigerungen auf den Stelleplan des Niersverbandes: Elf neue Stellen seien 2018 vorgesehen, 2017 seien es schon 15 gewesen. „Und die sind noch nicht einmal besetzt.“

Die Stadt Willich ist in der Verbandsversammlung mit Martina Stall (Beigeordnete), Raimund Berg (Grüne) und Robert Brintrup (CDU) vertreten. WD