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Autorin Felizitas Montforts aus Viersen bringt ersten Fantasy-Roman für junge Erwachsene raus

Jugendbuch aus Viersen : Irmgadis-Kapelle spielt eine tragende Rolle in neuem Roman

Ihre Kinderbücher sind bekannt. Jetzt schrieb Felizitas Montforts ihren ersten Fantasy-Roman für junge Erwachsene.

„Für junge Erwachsene zu schreiben, ist schon anders als für Kinder“, sagt Felizitas Montforts. Die 37-jährige Dülkenerin, Mutter von Zwillingen, hat schon vier Fantasy-Romane für Kinder verfasst. Und nun erstmals einen für junge Erwachsene. „Meine Lektorin hat mir ordentlich auf den Zahn gefühlt“, sagt Montforts. „Allein wäre ich nicht zu dem Ergebnis gekommen. Es war Teamarbeit.“ Was sie als Teamarbeit bezeichnet, ist ihr neues Buch mit dem Titel „Jouline Johnson – Ein verfluchtes Erbe“.

Das Genre hat die Dülkenerin allerdings nicht gewechselt. Sie bleibt der Fantasy-Welt treu, von der sie selbst fasziniert ist. Sie ist ein bekennender Fan der amerikanischen Vampirserie „Buffy“ und hat sich allerdings immer gefragt, warum so etwas nicht auch in Deutschland spielen könne. „Schließlich gibt es hier ebenfalls spannende Orte und jede Menge tolle Friedhöfe“, bemerkt sie. Und die nutzt die Dülkenerin für ihre Neuerscheinung. Die Irmgardis-Kapelle auf den Süchtelner Höhen spielt eine tragende Rolle, und wer die Friedhöfe in Dülken sowie Süchteln kennt, wird diese im Buch wiederfinden.

Kurzgeschichten für
Familie und Freunde verfasst

Zum Schreiben kam die 37-Jährige früh: Bereits mit neun Jahren verfasste sie Kurzgeschichten für ihre Familie und Freunde. 2009 erschien mit der Titelheldin Lulea ihr erstes Kinderbuch, dem drei weitere Lulea-Bücher folgten. Die eigene Familie hilft bei der Entstehung, genauer: ihre Mutter. Montforts beschreibt sie als ihre größte und ehrlichste Kritikerin. „Meine Mutter darf immer als allererste meine Werke lesen. Mit ihr diskutiere ich auch Ideen“, sagt die Autorin.

Ideen hat die Dülkenerin reichlich. Wann immer ihr Gedanken zu einem Buch durch den Kopf gehen, greift sie zu Papier und Stift. Alles wird direkt aufgeschrieben, mal mehr oder weniger ausformuliert. Danach wandert es in einen Zettelkasten. „Ich habe eine große Schublade, da sind meine Gedanken, auf Papier handschriftlich festgehalten, drin“, erzählt die 37-Jährige.

In dieser besagten Schublade lagen zehn Jahre lang auch rund 150 Seiten, die von Jouline Johnson handelten. „Ich hatte vor zehn Jahren eine kürzere Fassung geschrieben, die seitdem in der Schublade lag, weil ich in erster Linie mit den Fantasy-Kinderbüchern beschäftigt war“, sagt Montforts. Auf der Buchmesse in Leipzig traf sie eine Verlegerin, die Fantasy für Jugendliche und Erwachsene verlegt. Der Kontakt intensivierte sich und vor anderthalb Jahren fing die Dülkenerin mit der Überarbeitung ihres Jouline-Romans an.

Aus 150 Seiten wurden 280, die punktgenau für die Buchmesse Leipzig fertig wurden. Doch aufgrund von Corona fielen die Messe und damit die dort geplante Erstvorstellung des neuen Romans aus. Das sei schade gewesen, bemerkt Montforts, die inzwischen schon an der Fortsetzung von Jouline schreibt. Geplant ist eine Dilogie. Die Fantasy-Kinderbücher laufen ebenfalls weiter. Wenngleich es der Dülkenerin nicht immer leicht fällt, sich Raum für das Schreiben zu schaffen. Ihre siebenjährigen Zwillinge halten sie auf Trab. „Gerade mit dem Homeschooling bleibt wenig Zeit. Mein Mann unterstützt mich dabei prima. Wenn er sich um die Kinder kümmert, verschwinde ich in meinem Büro und schreibe ein paar Stunden am Stück“, plaudert Montforts aus dem Nähkästchen. Da sie für jede Geschichte ein Grundgerüst baut, kann sie immer wieder direkt in die Story einsteigen und am Computer losschreiben.