Freizeit in Viersen Dorfladen hat Fahrradstation eröffnet

Viersen · Am Boisheimer Dorfladen ist eine Fahrradreparatur- und Ladestation in Betrieb gegangen. 24 Stunden, sieben Tage die Woche können Fahrradfahrer ihr Rad reparieren und ihr E-Bike aufladen.

In Boisheim freuen sich Mitglieder von Bürgerverein und Förderverein des Dorfzentrums sowie Vertreter der Sponsoren Volksbank Viersen und NEW gemeinsam mit den fleißigen Helfern über das gelungene Projekt.

In Boisheim freuen sich Mitglieder von Bürgerverein und Förderverein des Dorfzentrums sowie Vertreter der Sponsoren Volksbank Viersen und NEW gemeinsam mit den fleißigen Helfern über das gelungene Projekt.

Foto: Bianca Treffer


Reifen platt, Fahrradtour unschön beendet – eine solche Szenerie muss nicht sein, zumindest wenn man als Radfahrer in der Nähe vom Boisheimer Dorfladen (BoDo) unterwegs ist. Der BoDo verfügt seit Neustem über eine Fahrradreparatur- und Ladestation. „Die ersten Radler haben sie schon genutzt“, teilt Roland Trotzek mit. Das Vorstandsmitglied vom Bürgerverein hat sich zu der kleinen inoffiziellen Einweihung an der neuen Station eingefunden. Das Projekt konnte dank Fördermittel, Spenden und jeder Menge ehrenamtlichen Einsatzes umgesetzt werden.

Die Radstation ist das nunmehr vorletzte Projekt im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms vom Land NRW. Das Förderprogramm bescherte dem Dorfladen in Boisheim über einen Förderzeitraum von vier Jahren rund 35.000 Euro. Insgesamt wurden dank weiterer Sponsoren und Unterstützung 62.000 Euro investiert. „Wir haben davon eine Hebebühne angeschafft, um einen barrierefreien Zugang zu unserem Dorfcafé zu schaffen. Des Weiteren wurden ein Kühlregal und eine -insel gekauft. Wir haben Grünflächen verschönert, die durch den Tornado beschädigt worden sind und wir haben einen Naschgarten mit Sitzgruppe angelegt. Jetzt haben wir eine Heiße Theke für den Dorfladen angeschafft und die Radstation installiert. Alles sind Wünsche der Bürger“, berichtet Silke Fischer, Vorstandsmitglied vom Bürgerverein. Das Abschlussprojekt, eine neue energiesparende Beleuchtung für den Dorfladen, soll noch in diesem Jahr folgen.

Mit der Radstation wurde ein lang gehegter Wunsch erfüllt. „Wir liegen hier an einem stark befahrenen Punkt des Radknotennetzes vom Kreis Viersen. Es bietet sich an, an diesem Standort etwas für Fahrradfahrer zu installieren“, sagt Wolbert Hammes, Vorstandmitglied vom Bürgerverein. Schon im November vergangenen Jahres erfolgte die Bestellung von Schlauchautomat, Reparatur- und Ladestation. Aufgrund von Lieferverzögerungen kam die Reparaturwerkstatt erst Anfang Januar. Aber da war es zu kalt, um die Bodenarbeiten zu starten. Wo ehemals ein Stück Grünstreifen das Dorfgeschäft einrahmte, wurde ein Betonfundament gegossen. „In den Beton kam ein Stahlträger, an dem wir später den Schlauchautomaten befestigt haben. Dort können jetzt die verschiedenen Schläuche gezogen werden“, berichtet Jan Meyer, der mit zu den zahlreichen Helfern gehörte.

Dazu galt es die Elektrik für die Ladestation einzubringen, wobei Klaus Uellendahl vom gleichnamigen Boisheimer Elektrounternehmen in Sachen Installation aktiv wurde. Die Ladestation, die an der Wand des Dorfladens hängt, verfügt dabei über zwei verschiedene Ladesysteme. „Es sind zwei gängige Varianten. Dazu kommen zwei Steckdosen, an denen jeder Fahrer eines E-Bikes, der sein eigenes Ladegerät mitführt, andocken kann“, sagt Michael Wolters, Geschäftsführer vom BoDo. Drei Stunden laden schlagen mit einem Euro zu Buche. Wer sich sonntags gemütlich ins Dorfcafé setzt – es hat in der Regel sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, kann damit in Ruhe sein Rad laden.

Die eigentliche Reparaturwerkstatt ist bestens ausgerüstet. An gummiummantelten Stahlseilen hängen die verschiedenen Werkzeuge, angefangen vom Schraubendreher bis hin zu Abhebern, um den Mantel von der Felge runter zu bekommen. Es gibt zudem eine Luftpumpe für die verschiedenen Ventile inklusive Luftdruckanzeige.

Die Kosten für das neue Angebot lagen bei 7500 Euro, wobei sich neben Mitteln aus dem Landestopf die Volksbank Viersen mit 1300 Euro und die NEW mit 1000 Euro einbrachten. „Die Bürger liefern die Ideen und wir unterstützen. Damit halten wir die Region lebendig“, sagt Clemens Roosen, Geschäftsstellenleiter der Volksbank in Dülken. Bei der NEW zeigt man sich beeindruckt, was die Dorfgemeinschaft alles leistet. „Für andere Menschen miteinander etwas machen, das unterstützen wir gerne“, betont Claudia Wolters, Leitung Vorstandskoordination und Kommunalmanagement der NEW.

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