Mordkommission ermittelt Versuchtes Tötungsdelikt – Frau lebensgefährlich verletzt

Viersen · Am Freitag ist eine Viersenerin in ihrer Wohnung lebensgefährlich verletzt worden. Eine Mordkommission nahm die Arbeit auf – ein Tatverdächtiger sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Es handelt sich um den Lebensgefährten.

 Die lebensgefährlich verletzte Viersenerin wurde zunächst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, dann aber in die Uniklinik nach Düsseldorf verlegt.

Die lebensgefährlich verletzte Viersenerin wurde zunächst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, dann aber in die Uniklinik nach Düsseldorf verlegt.

Foto: dpa/Marcel Kusch

Eine 38-jährige Viersenerin ist am Freitag bei einer körperlichen Auseinandersetzung in ihrer Wohnung in der Viersener Innenstadt lebensgefährlich verletzt worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus hatten am Samstag die Rettungskräfte alarmiert. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

Tatverdächtig ist laut Polizei der 51-jährige Lebensgefährte der Viersenerin. Der Mann wurde noch am Samstag vorläufig festgenommen. Am Sonntag ordnete ein Richter Untersuchungshaft wegen dringenden Tatverdachts an. Der Zustand der 38-Jährigen war auch am Sonntagnachmittag unverändert kritisch, teilte die Polizei mit.

Gegen 11.45 Uhr hatten Nachbarn am Samstag die Rettungskräfte alarmiert. Ob die 38-Jährige auf die Anwohner zugekommen war oder diese durch Geräusche auf die schwer verletzte Frau aufmerksam geworden waren, teilte die Polizei nicht mit. Die Frau habe starke Verletzungen im Gesicht gehabt, berichtete ein Polizeisprecher. Anzeichen, dass der Täter eine Waffe einsetzte, gebe es nicht.

Die Viersenerin sei umgehend in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht worden. Die Ärzte stellten fest, dass die Verletzungen akut lebensgefährlich waren. „Nach ersten Untersuchungen dort wurde die Frau aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen in eine Klinik nach Düsseldorf verlegt“, berichtete ein Polizeisprecher weiter.

Die Polizei Viersen ermittelte zu den Hintergründen der Verletzung. „Es ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass der 51-jährige Lebensgefährte der Frau für die Verletzungen verantwortlich ist“, so der Polizeisprecher. Er sei am Freitag mit der Frau in der Wohnung gewesen. Ob es sich um die gemeinsame Wohnung des Paares handelt, war am Sonntag noch unklar. Mehr Klarheit gibt es zum Tatablauf: „Ersten Erkenntnissen zufolge hatte es zwischen den beiden bereits am Freitag eine körperliche Auseinandersetzung gegeben“, so der Polizeisprecher. Die Polizei Viersen nahm den Mann am Samstagnachmittag vorläufig fest. Der 51-Jährige habe sich widerstandslos festnehmen lassen, erklärte der Polizeisprecher. Wo die Verhaftung stattfand, teilte die Polizei nicht mit.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Mönchengladbach im Rahmen einer Mordkommission. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach beantragte wegen versuchten Totschlags Untersuchungshaft für den 51-jährigen Tatverdächtigen. Ermittler führten den Mann am Sonntagmittag einem Haftrichter vor, der dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte und die Untersuchungshaft anordnete.

Zum Motiv konnte die Polizei am Sonntagnachmittag noch keine Angaben machen. „Der Mann und die Frau waren liiert. Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Beziehungstat handelte“, so der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern weiter an.

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