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Sturmtief Eberhard hält Einsatzkräfte in Kempen und Grefrath auf Trab

Kempen/Grefrath : Aufräumen nach dem Sturm dauert an

Am Montag wurden weiter umgekippte Bäume beseitigt. Die Stadt Kempen rät, Wälder noch nicht zu betreten.

Nach dem Sturm wird aufgeräumt. Nachdem sich Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag mit teils schweren Orkanböen über Nordrhein-Westfalen ausgetobt hatte, waren am Montag vielerorts die Aufräumarbeiten in vollem Gange.

So war der Baubetriebshof der Stadt Kempen damit beschäftigt, die Sturmschäden zu beseitigen. „Bis auf die Maler- und Schreinerkolonne des Baubetriebshofes sind alle Mitarbeiter ausgerückt“, berichtete Stadt-Sprecher Christoph Dellmans. Schwerpunkt war am Montagmorgen die Beseitigung umgefallener Bäume auf der Von-Saarwerden-Straße. Hinter dem Alten Friedhof waren Bäume am Sonntag auf die Straße gefallen und hatten parkende Autos beschädigt.

Wanderweg am Industriering Ost musste gesperrt werden

Seit Montagmorgen war zudem eine Kolonne unterwegs, um noch nicht gemeldeten Schäden aufzuspüren. Dabei war ein Wanderweg im Bereich des Industriering Ost gesperrt worden, da sich dort zahlreiche Äste in den Baumkronen verhakt hatten und drohen, herunterzustürzen. Entwurzelte Bäume gab es in allen Stadtteilen: neben der von-Saarwerden-Straße am Krefelder Weg, an der Hülser Straße, Straelener Straße am Aqua-Sol, am Peschweg, an Stresemannstraße, Von-Galen-Straße, Berliner Allee, Heumischhof, De-Veuster-Straße, Vinnbrück, Bergstraße, Nikolausweg, Scheifeshütte, Schadbruch und an weiteren Stellen.

Zwei bis drei Tage werde es noch dauern, bis alle öffentlichen Flächen freigeräumt sind. Dana wird das Holz beseitigt. Dazu werden die Häcksler zum Einsatz kommen, die die Äste und Bäume zu Rindenmulch zerkleinern.

Die Stadt Kempen weist erneut darauf hin, dass noch nicht alle Sturmschäden beseitigt werden konnten. Die Bevölkerung werde daher davor gewarnt, vor allem Waldflächen in den nächsten Tagen zu betreten. Entlang der Wege könnten an zahlreichen Bäumen noch abgerissene Äste hängen, die jederzeit herabfallen können. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Aufräumarbeiten noch andauern werden.

Auch in Grefrath dauern die Arbeiten noch einige Tage

Auch in Grefrath war am Montag der Bauhof im Einsatz. Schon am Sonntag waren Mitarbeiter im Gemeindegebiet unterwegs gewesen und hatten zum Beispiel Absperrungen eingerichtet. Am Montag musste auch dort zunächst sondiert werden, wo weitere Bäume umgekippt waren oder umzukippen drohten. „Mit den Aufräumarbeiten werden wir auch noch etwa drei Tage beschäftigt sein“, so Bauhofleiter Guido Vincentz. Andere Aufgaben werden dafür zunächst zurückgestellt.

Feuerwehren hatten sich bis zum Abend in Bereitschaft gehalten

Der Kreis Viersen konnte am Montagvormittag bereits berichten, dass alle Kreisstraßen wieder befahrbar waren. Im Niederrheinischen Freilichtmuseum in Grefrath hatte es keine größeren Sturmschäden gegeben.

Die Feuerwehren im Kreis Viersen hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun. Ab dem Nachmittag waren die Rettungswachen und Gerätehäuser besetzt. Mit rund 100 Wehrleuten waren die Löschzüge in der Stadt Kempen bis zum frühen Abend zu insgesamt 30 Einsätzen unterwegs gewesen.

In Grefrath waren alle Löschzüge mit 86 Kräften zu insgesamt 31 Einsätzen im Gemeindegebiet ausgerückt. „Die Einsätze verteilten sich flächendeckend über die ganze Gemeinde“, so Feuerwehr-Pressesprecher Edmund Laschet. Bäume, Äste und auch einige Verkehrsschilder mussten die Wehrleute von Straßen entfernen. Die technische Zentrale hatte man im Grefrather Gerätehaus eingerichtet und diese war auch noch bis 21.30 Uhr besetzt.