Starker Jahrgang sorgt in Kempen für mehr Eingangsklassen

Schuljahr 2019/20 : Mehr Schüler in der Stadt Kempen

Die weiterführenden Schulen nehmen 393 Kinder auf.

Die drei weiterführenden Schulen in Kempen werden zum neuen Schuljahr 2019/20 deutlich mehr Schüler aufnehmen als 2018. Die Anmeldungen sind abgeschlossen. Auf Anfrage der WZ teilte die Stadt am Freitagmittag die Zahlen mit. 393 Schüler werden ab Sommer auf die Gesamtschule oder die beiden Gymnasien Thomaeum und Luise-von-Duesberg (LvD) gehen. 2018 waren es noch 351. Den Grund für den Anstieg sieht die Schulverwaltung in einem zahlenmäßig starken Jahrgang. In diesem Fall sei dies unter anderem darauf zurückzuführen, dass in der Grundschulzeit mehr Kinder „zurückgestellt“ worden seien als sonst üblich. In der Regel kalkuliert die Stadt mit etwa 300 Kempener Kindern, die auf eine weiterführende Schule wechseln. In diesem Jahr seien es etwa 350. Mit den auswärtigen Schülern, die dazu kommen, landet man in der Statistik dieses Mal bei 393.

Von diesen werden 189 Kinder die Gesamtschule besuchen, 2018 waren es dort 167. Das führt dazu, dass die Stadt von sechs auf sieben Eingangsklassen erhöhen will. Diese sei bei der Bezirksregierung beantragt worden – eine Genehmigung stehe noch aus. Da aber die umliegenden Kommunen keine Einwände hätten, rechnet die Stadt mit einem Ja aus Düsseldorf. „Aufgrund der zu erwartenden Sieben-Zügigkeit der Eingangsklassen werden nach aktuell rechtlichen Regelungen alle inklusiv zu betreuenden Kinder an der Gesamtschule beschult“, ergänzt die Verwaltung.

Am Thomaeum werden vier Klassen mit insgesamt 111 Schülern gebildet. 2018 starteten 116 Kinder – ebenfalls in vier Klassen. Einen deutlichen Anstieg bei den Anmeldungen verzeichnet das LvD. Waren es 2018 noch 68 neue Schüler, werden es in diesem Sommer 93 sein. Das wiederum führt dazu, dass am Duesberg-Gymnasium wieder drei statt zwei Eingangsklassen gebildet werden können.

Für das Schuljahr 2020/21 rechnet die Stadt wieder mit einem Rückgang der Zahlen. Derzeit seien dafür weniger als 300 Kinder eingeplant, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

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