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„Man muss für dieses Ehrenamt brennen“

„Man muss für dieses Ehrenamt brennen“

Die Seniorenbegleitung von „So-Net“ hat für sechs Monate eine kommissarische Leitung.

Kempen. Das Senioren-Netzwerk „So-Net“ der Stadt hat eine neue, kommissarische Leitung. Nadja Kleine von der Seniorenberatung der Stadt kümmert sich für die nächsten sechs Monate um den Bereich Ehrenamtspflege, Koordination und Vermittlung von Hausbesuchen. Ingo Behr, Quartiersmanager im Hagelkreuz, wird sich um die Ausbildung der Seniorenbegleiter kümmern. Der Wechsel wurde nötig, weil die bisherigen Leiterinnen, Ursula Frese und Therese Gisbertz-Adam, diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr mit ihren beruflichen Verpflichtungen in Einklang bringen konnten.

„Für eine dauerhafte Lösung haben wir bisher noch niemanden gefunden“, sagt Kurt Huintjes vom „So-Net“-Vorstand. Da die Geschäftsführung von „So-Net“ schon bisher bei der Stadt Kempen lag, habe eine Übergangslösung mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung nahe gelegen. Im Herbst soll dann eine Stellenausschreibung auf Basis eines 450-Euro-Jobs erfolgen. Das Geld dürfte dabei aber kaum die größte Rolle spielen. „Man muss ein persönliches Interesse an diesem Ehrenamt haben und dafür brennen“, meint Huintjes mit Blick auf die Ausbildung von Seniorenbegleitern, die im Mittelpunkt der Arbeit von „So-Net“ steht.

Übrigens werden ständig neue ehrenamtliche Seniorenbegleiter gesucht, die älteren Menschen im Alltag helfen. Mehr als zwei bis vier Stunden pro Woche brauchen sie dafür nicht aufzuwenden. Wer Interesse daran hat, aber auch alle Senioren, die sich eine kostenlose Begleitung wünschen, können sich bei Nadja Kleine, Tel. 02152/917307, E-Mail: nadja.kleine@kempen.de melden. Am 23. August beginnt eine neue Ausbildung, die 40 Stunden theoretischen Unterricht und ein Praktikum von 30 Stunden, z. B. in einem Altenheim oder in der Tagespflege, umfasst. Die Aufgabe eines Seniorenbegleiters ist sehr abwechslungsreich. „Sie umfasst alles — außer pflegen und putzen“, sagt Huintjes. Besondere Voraussetzungen müssen die freiwilligen Helfer nicht erfüllen. Neben der Seniorenbegleitung betreut „So-Net“ auch die sogenannte „Verschnaufpause“, bei der sich pflegende Angehörige einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch treffen.