Landesgartenschau: Kempen will sich weiter einbringen

Reaktionen aus Kempen : Landesgartenschau 2026: Rübo sieht keinen Zeitdruck

Kempen will sich weiter einbringen. Über eine Ablehnung aus Grefrath denkt auf Kreisebene niemand nach.

Nach der Bekanntgabe auf Kreisebene, dass Grefrath an der Spitze einer Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 stehen soll, nahm Kempens Bürgermeister Volker Rübo (CDU) in der Ratssitzung Stellung zum Thema. Er erläuterte den Ratsmitgliedern das Verfahren und teilte mit, dass Kempen mit der Achse „Kempener Westen“ (modernes Wohnen), Königshütte-See (Freizeit) und der Burg samt Grüngürtel als „Scharnier“ im Rennen war. Nun setze man kreisweit aber darauf, dass Grefrath im Zentrum steht und die umliegenden Kommunen sich mit sogenannten Korrespondenzflächen beteiligen könnten. 

„Eine solche kombinierte Bewerbung hat es bei der Landesgartenschau noch nie gegeben“, so Rübo. „Nun muss die Machbarkeitsstudie zeigen, was möglich ist.“ Kempen werde sich in den Prozess einbringen. Letztlich müsse aber zunächst Grefrath entscheiden, ob man das Projekt Studie und Bewerbung weiterführen will. Die Bewerbungsfrist bis zum 1. November 2021 bezeichnete Rübo „als ungewöhnlich langen Zeitraum“. „Für uns als Stadt Kempen besteht also überhaupt kein Zeitdruck“, so der Bürgermeister.

In der am Freitag in der WZ erschienenen Analyse zum Thema blieb noch eine Frage offen. Nämlich die nach dem Verfahren, falls Grefrath mit seinem Schwingbodenpark gar nicht Ausrichter werden will. „Damit beschäftigt sich derzeit niemand“, so Roland Busch, Sprecher der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Viersen. Die WFG koordiniert und finanziert die nächsten Schritte zur Machbarkeitsstudie und einer möglichen Bewerbung. In Grefrath soll es auf Initiative von Bürgermeister Manfred Lommetz bald einen Runden Tisch geben.

(tkl)
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