Spielplatz Mautweg bleibt vorerst

Langfristig will die Verwaltung die Anlage aufgeben. Bis der Spielplatz Am Braken fertig ist, werden am Mautweg wieder Spielgeräte aufgestellt.

Wülfrath. Mit dem Kleinkinderspielplatz am Mautweg werden sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 7. März, ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses befassen. Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2017 musste die Rutsche aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Die Stadtverwaltung teilte damals mit, dass der Spielplatz im Rahmen der 2013 vom Rat beschlossenen Spiel- und Freiflächenplanung aufgegeben werde und in eine Grünfläche rückgebaut werden soll.

Angela Sprink, Jugendhausleiterin

Im Juni vergangenen Jahres hatten daraufhin rund 30 Eltern und Großeltern eine gemeinsame Sitzung des Schul- und Jugendhilfeausschusses genutzt, um sich für den Erhalt des Spielplatzes am Mautweg einzusetzen, und hatten eine entsprechende Unterschriftenliste eingebracht. Ein wichtiges Argument war, dass in diesem Bereich ein Generationenwechsel stattgefunden habe und sehr wohl viele keine Kinder dort leben. Die Verwaltung sagte zu, dies überprüfen zu wollen. Mittlerweile ist von 32 Kindern im Alter bis vier Jahre die Rede, die im Nahbereich des Mautweges leben.

In der kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses wird die Verwaltung dem Gremium nun vorschlagen, den Kleinkinderspielplatz bis zur Fertigstellung des Nachbarschaftsplatzes Am Braken „wieder herzurichten und eine Ersatzbeschaffung des Kleinkinderspielgerätes durchzuführen“. Das ist zwar nicht das, was die Eltern und Großeltern gefordert hatten, aber auf Jahre hinaus eine Lösung, weil sich der Bau des Nachbarschaftsplatzes entsprechend verzögert. „Wir haben zehn Jahre lang wegen Haushaltssicherungslagen keine Spielplätze sanieren können. Nicht, weil wir keine Lust darauf hatten, sondern weil es nicht ging“, sagt die zuständige Jugendhausleiterin Angela Sprink im Gespräch mit der WZ.

In den vergangenen fünf Jahren habe die Stadt sechs „Plätze“ saniert, darunter waren Großprojekte wie der Mehrgenerationenpark und der Nachbarschaftsplatz in Rohdenhaus, der am 17. März eröffnet wird, der Am Braken werde noch dauern, so Angela Sprink, die kein Zeitfenster nennen möchte. Damit ist der Standort Mautweg erst einmal gesichert.

Nachgehakt

Die Anschaffungskosten taxiert die Verwaltung auf 5355 Euro für eine Kleinkinderrutschanlage aus Edelstahl mit einer Treppe und Podest aus Kiefer, Fichte oder Kunststoff. Darin enthalten sind Lieferung, Montage und Tüv-Abnahme, aber natürlich nicht Folgekosten.

Dazu zählt die regelmäßige Kontrolle der Spielanlage auf Verkehrssicherheit. Der Baubetriebshof wird eine wöchentliche Sichtprüfung durchführen und kümmert sich auch um die Reinigung und Pflege. Hinzu kommen die monatliche Überprüfung der Spielgeräte und notwendige Instandhaltungsarbeiten. Auch eine jährliche Hauptuntersuchung der Spielgeräte durch einen externen Spielplatzprüfer ist vorgeschrieben.

Anwohner haben nach Angaben der Verwaltung zudem eine Patenschaft für den Spielplatz vorgeschlagen. Dies wiederum „ist vonseiten der Verwaltung sehr zu begrüßen, da diese erfahrungsgemäß das Vandalismusrisiko nachhaltig senken kann und den allgemeinen Zustand der Anlage verbessern helfen kann und somit den Arbeitsaufwand des Baubetriebshofes entlasten könnte“. Die Verkehrssicherungspflicht und die Verantwortung der regelmäßigen Wartung und Pflege der Anlage verblieben trotz einer Bürgerpatenschaft aber bei der Verwaltung.