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Wülfrath: Unfallstatistik: Weniger verletzte Senioren und junge Erwachsene

Wülfrath : Unfallstatistik: Weniger verletzte Senioren und junge Erwachsene

53 Verkehrsunfälle mit verletzten Personen wurden registriert.

. Die Verkehrsunfallentwicklung im Jahr 2019 ist in Wülfrath leicht rückgängig. Das wurde bei der Pressekonferenz zur Unfallstatistik im Gebäude der Kreispolizeibehörde in Mettmann deutlich. Landrat Thomas Hendele, Leitender Polizeidirektor Manfred Frorath und der stellvertretende Leiter der Direktion Verkehr, Polizeihauptkommissar Marcus Plehn, stellten die Zahlen vor.

Landrat will beim Thema Unfallflucht nicht lockerlassen

In der Einzelaufstellung ergeben sich demnach 53 Verkehrsunfälle mit Personenschaden und 148 Unfallfluchten. Letzteres gegen den Kreis-Trend, der mit einem Plus in Höhe von 9,8 Prozent eine deutliche Steigerung bei Verkehrsunfallfluchten aufweist. „Das ist kein Kavaliersdelikt. Wir werden nicht lockerlassen“, versprach Thomas Hendele. Vor allem, wenn es Verletzte gibt. Der Landrat verwies auf die Aufklärungsquote der Unfallfluchten, die mit 58,5 Prozent recht hoch sei.

Im Vergleich zu 2018 sank die Anzahl der Unfälle mit Verletzten um 3,64 Prozent, die der Unfallfluchten um 5,13 Prozent. 13 Personen wurden schwer verletz, 53 leicht. Eine Person verstarb an den Folgen eines Unfalls.

Die Zahl der verunglückten Fußgänger stieg im Vergleich zu 2018 von sechs auf zehn. Das habe aber nichts mit Baustellen wie zum Beispiel dem neuen Kreisverkehr an der Mettmanner Straße/Flandersbacher Straße zu tun, wie Thomas Hendele auf WZ-Nachfrage erklärte. Dennoch wies der Landrat darauf hin, dass gerade in der dunklen Jahreszeit „die Mode oft gegen die Sicherheit steht“.

Die Zahl der verünglückten Rad- und Pedelec-Fahrer sank – auch gegen den Trend – deutlich von 16 auf neuen. Sechs motorisierte Zweiradfahrer wurden verletzt, drei weniger als 2018. Gleich geblieben ist dagegen die Zahl der verunglückten Motorradfahrer mit fünf. Rückläufig ist die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Kinder. 2019 waren es fünf, im Jahr davor waren es noch sieben. Noch deutlicher ist der Rückgang bei jungen Erwachsenen in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren. Im Vorjahr wurden sechs verletzt, 2018 waren es 15. Bei der Altersgruppe der Senioren (ab 65 Jahre) sank die Zahl der Verletzten deutlich von 17 auf elf.

Alkohol und Drogen wurden seltener festgestellt.