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Helfer befreien das Rheinufer in Monheim von Müll

Monheim : 220 freiwillige Helfer reinigen das Rheinufer

Auch in der Monheimer City wurde gesäubert. 45 Helfer unterstützten die CDU dort.

Zur Rheinufersäuberung der Bürgervereine aus Baumberg und Urdenbach waren am Samstag 220 Menschen zum Ufer gekommen, um es von Dreck und Unrat zu befreien. Drei Container waren nach zwei Stunden gefüllt. In Monheim zog zeitgleich die CDU mit 45 Helfern am Rhein entlang. Ihre Ausbeute: 120 randvolle Müllsäcke.

Am Aalschocker hatten sich die ersten Baumberger kurz nach 9 Uhr eingefunden: Viele von ihnen sind Wiederholungstäter und teilweise seit Jahrzehnten dabei, wenn der Baumberger Allgemeine Bürgerverein (BAB) zur alljährlichen Aktion aufruft. Seit mehr als 40 Jahren schon sorgt der BAB mit tatkräftiger Unterstützung und in Kooperation mit dem Allgemeinen Bürgerverein Urdenbach (ABU) für ein sauberes Ufer.

Was sie finden würden, wussten die rund 70 Ehrenamtler aus Baumberg am Morgen noch nicht. Doch am Ende ihres Streifzuges schauten sie voller Unverständnis auf die große Menge Müll. Nach rund zwei Stunden trudelten die ersten Helfer vor Haus Bürgel ein, gaben ihre vollgepackten Säcke ab und bekamen als Dank eine warme Suppe. BAB-Vorsitzender Helmut Heymann hievte die Getränkekisten aus seinem Auto und schaute dabei wenig überrascht auf die Container, die sich immer weiter füllten. „Es wird mit den Jahren einfach nicht weniger.“ Säckeweise Verpackungsmüll, Flaschen, jede Menge Reifen, sogar eine Badewanne und zwei Kühlschränke hatten die Helfer gefunden. Elisabeth Raabe (49) hilft aus Überzeugung mit: „Weil ich meinen Ort liebe und ihn lebens- und liebenswert erhalten will.“ Dass sie häufig nicht nur angespülten Müll aus dem Rhein, sondern tatsächlich gezielt platzierten Unrat anderer Leute wegräume, habe sie bislang nicht davon abgehalten, teilzunehmen. „Aber ich frage mich schon, warum manche Menschen ihren Müll in die Natur werfen, obwohl man ihn doch kostenlos im Wertstoffhof entsorgen kann.“ Säckeweise Bücher habe sie diesmal im Gebüsch gefunden. „Das ist für mich unbegreiflich.“

Auch die Geselligkeit beim Säubern kommt nicht zu kurz

Fabian Heymann (33), Sohn des BAB-Vorsitzenden hilft gerne mit. „Es ist für mich nicht nur Arbeit. Die Geselligkeit spielt auch eine große Rolle.“ Unterstützt wurde der BAB beispielsweise wieder von Vertretern der Hippegarde, der Jägerschaft, der DLRG und der Zwar-Gruppe (Zwischen Arbeit und Ruhestand). „Für die Zukunft wünsche ich mir wünschen, dass mehr mit den Schulen kooperiert wird und sich mehr Schüler beteiligen“, sagte Fabian Heymann. Organisator Markus Gronauer zeigte sich zufrieden: „Wir hatten gutes Wetter und viel Unterstützung.“ Unterstützung erhielt auch die Monheimer CDU, die in der Innenstadt aufräumte. 45 Helfer machten dort mit. „Wir haben mit einer hohen Beteiligung gerechnet. Die Sensibilität der Bevölkerung für Umweltthemen ist enorm gestiegen“, meinte die stellvertretende CDU-Vorsitzende Angela Linhart. Mit dabei war die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann, sowie Vertreter zahlreicher Vereine wie Reitsportler, Ruderer, Nabu, DLRG, Lions, Jäger und Pfadfinder.