Eine bittere Pille

Die Bewertung verschiedener Akteure vom Wirtschaftsprüfer bis zum zuständigen Ministerium ist so bitter wie klar: Das Monheimer Krankenhaus ist nicht zu retten. Alles andere wäre wohl ein Millionengrab.

Tatsächlich wäre es unverantwortlich von Verwaltung und Politik, bis zu zehn Millionen Euro zu investieren, um in zwei Jahren mit Gesetzeskraft des neuen landesweiten Krankenhausbedarfsplans dann zu erfahren: Ihr müsst die Zahl der Betten halbieren.

Damit ist Monheim nämlich nicht lebensfähig— so die Experten. Der Kplus-Verbund hat sich über Jahre mit Investionen zurückgehalten. Aus kaufmännischer Sicht verständlich. Monheim hatte immer rote Zahlen. Aber das wäre wohl nur durch eine Offensive mit der Schaffung eines modernen Hauses umzubiegen gewesen. Jetzt ist es zu spät. Und nun? Die medizinische Grundversorgung vor Ort in Form eines Hauses mit Notaufnahme ist bald Geschichte. Doch eine Art Ärztehaus zu schaffen, sollte den Versuch wert sein.

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