Roboterwettbewerb: Haaner Schüler sind enttäuscht

Roboterwettbewerb: Haaner Schüler sind enttäuscht

Schüler des Haaner Gymnasiums landeten im Finale des Roboterwettbewerbs auf dem achten Platz — sie hatten sich mehr erhofft.

Haan/Düsseldorf. Die Gesichter waren von Enttäuschung gezeichnet, beinahe entrüstet wirkten die Schüler. Als die Gewinner bekannt gegeben wurden, waren die engagierten Schüler des Haaner Gymnasiums nicht unter ihnen.

Dabei standen die Chancen anfangs gar nicht schlecht. Schließlich reichte es dann aber nur für den achten von zwölf Plätzen. Beim diesjährigen Roboterwettbewerb auf dem Messegelände in Düsseldorf war die Konkurrenz groß: 20 Schülergruppen zeigten innovative Roboter aus Lego-Steinen.

In einem komplexen Parcours zum Thema Biomedizin mussten die Roboter ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Das Messegelände wirkte wie eine Science-Fiction-Welt.

Der Veranstalter „Zukunft durch Innovation“ versammelte die junge Elite der Technik — unter ihnen sieben junge Haaner im Team „Bohle Bots“. Hoch konzentriert steuerten sie einen Roboter aus Lego-Steinen. Er durchquerte verschiedene Stationen durch den menschlichen Körper, reparierte Knochen und rettete das menschliche Herz.

Letzteres hatte für die Schüler allerdings viele Tücken parat. „Das Herz hatte eine andere Position in diesem Parcours. Das haben wir leider nie so geprobt“, sagte Nils Plückebaum. Der 15-Jährige war als einer von zwei Betreuern für die Unterstützung der Gruppe zuständig.

Aber auch die anderen Teams waren nicht vor Problemen gefeit. Viele Höhen und Tiefen erschwerten den Wettkampf. Anfangs schien ein Sieg für die selbstbewussten Haaner nicht weit entfernt. Schließlich hatte sich das Blatt für die Technik-Begeisterten gewendet — jedoch zum Negativen. „Eigentlich können wir mehr, aber heute gibt es zu viele Probleme“, sagte Ruth Schrapper (14) etwas enttäuscht.

An einen ersten Platz haben die Schüler selbst nicht mehr geglaubt. Dafür gab es während der Wettbewerbe zu viele Höhen und Tiefen. „Einen Pokal würde ich schon sehr gerne mitnehmen“, sagte Roland Stiebel, Lehrer und „Coach“ der Haaner, ironisch.

Der 39-jährige Informatiker musste dann doch auf die Trophäe verzichten. Dennoch blieb ihm der Stolz. „Dieses Jahr haben wir eine ganz besondere Gruppe“, sagte er zufrieden. Beim Bau des Roboters arbeiteten die Schüler selbstständig und motiviert — und das ganz freiwillig in einer Arbeitsgruppe an der Schule.

Eines der jüngsten Mitglieder war Marie Erbschloe. Die 13-Jährige gab der Gruppe beim Parcours neue Denkanstöße. Deshalb konnte die Gruppe schnell handeln und Hindernisse aus dem Weg räumen.

Zwar zahlten sich drei Monate harte Arbeit und Tüfteleien am Ende im Wettbewerb nicht völlig aus, wertvolle Erfahrungen haben sie aber alle dazugewonnen. So will etwa Schüler Nils Plückebaum später mal Ingenieur werden.

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