Ein Tag für Liebhaber alter Schätzchen

Ein Tag für Liebhaber alter Schätzchen

Zum elften Mal wurde auf dem Neuen Markt ein Oldtimer-Treffen mit 170 Teilnehmern ausgerichtet.

Haan. Glänzend steht der schwarze Ford Victoria Crestline von Silvio Göbel am Sonntag am Neuen Markt. Dort präsentiert der Haaner seinen Oldtimer auf dem 11. Treffen klassischer Automobile, das von der Sponsoren gemeinsam mit der Stadt organisiert worden ist. „Eigentlich wollten wir nach dem zehnten Mal aufhören. Dann haben wir aber so viele Anrufe bekommen, dass wir weitermachen mussten“, sagt Fritz Köhler, Kulturamtsleiter der Stadt Haan.

Knapp 170 Teilnehmer aus dem gesamten Ruhrgebiet haben sich dieses Mal angemeldet, um ihre Gefährte der Öffentlichkeit zu präsentieren und an der Rallye am Nachmittag teilzunehmen. Auf 70 Kilometer müssen Aufgaben gelöst und Fragen beantwortet werden.

Viele der Wagen lassen die Herzen der Besucher höher schlagen. „Ich finde es ganz hervorragend. Vor allem, dass man mit den Besitzern spricht und so nah an die Autos ran kann“, sagt Wolfgang Falkenberg aus Hilden.

Unter den Oldtimer finden sich Schmuckstücke wie ein Buick Century Estate Wagon aus dem Jahr 1954, ein NSU 1000 TT von 1966 oder ein Porsche 911 T von 1972. Auch ganz alte Modelle finden sich in den Reihen der Automobile. Zum Beispiel ein Singer 9 Le Mans von 1934, der herrlich nostalgisch wirkt.

Der Ford von Göbel ist aus dem Jahr 1953 und ein ganz besonderer Typ. „Es ist das Jubiläumsmodell zum 50-jährigen bestehen von Ford“, erläutert Göbel. Der 50-Jährige hat den Wagen 2009 in Schweden erstanden, „ein Schnäppchen“, wie er sagt. „Ich habe immer schon Oldtimer besessen. Immer aus den 50er Jahren. Dafür habe ich ein Faible“, sagt er.

In seiner Freizeit arbeitet Göbel oft an dem Auto und das sieht man dem Crestline auch an. Reparaturen führt der selbstständige Fliesenleger immer selbst durch. „Es ist eine alte Technik. Damit kann man nicht in die Werkstatt. Die haben da meist keine Ahnung“, sagt er. Warum Oldtimer? „Die Formen faszinieren mich einfach. Man erkennt sie schon von weitem.“

Selbst seine Frau Jelica Göbel ist ebenso sehr an Oldtimern interessiert. „Und das Treffen hier finde ich auch super.“ Den Ford hat sie genauso ins Herz geschlossen, wie ihr Mann. „Den geben wir nicht mehr her“, sagt sie.