Wiedereröffnung: Bei Haberstroh in Hüls gibt es wieder frische Torte

Wiedereröffnung: Bei Haberstroh in Hüls gibt es wieder frische Torte

Sanierung des Cafés dauerte ein halbes Jahr. Samstag wird es wieder geöffnet.

Krefeld-Hüls. Die dreißig verschiedenen Buttercreme-, Obst- und Sahnetorten im Café Haberstroh sind genauso gut gebacken, wie gewohnt. Nur werden sie in den neuen hell gestalteten Räumen sicherlich noch besser schmecken.

Rund ein halbes Jahr hat der Umbau des Hauses Konventstraße 9 in Hüls gedauert. „Samstag ist Eröffnung mit Sekt und Zwiebelkuchen gratis für die Kunden“, sagen Regina Lorenz und Markus Haberstroh, die Inhaber.

Eine neue Raumaufteilung mit großzügig gestalteten Fensterfronten sorgt für einen freien Blick zur Außengastronomie im Garten. Sie ist jedoch erst im nächsten Jahr fertig und zugänglich. Ab Samstag stehen 80 Plätze im 120 Quadratmeter großen Café für die Gäste parat.

„Wir haben umgebaut und den Wintergarten komplett abgerissen und neu angebaut“, erzählt Lorenz. „Auch die Toiletten wurden ganz neu hergerichtet. Das ganze Café ist jetzt behindertengerecht.“

Die Inneneinrichtung in Schokobraun und Beige kommt Kaffee und Kuchen nahe. „Das Haus ist jetzt so konzipiert, dass wir einen großen oder drei kleine Gesellschaftsräume für Taufen, Geburtstage oder Beerdigungen abtrennen können“, berichtet Haberstroh. „Noch sind die alten Stühle mit weißen Hussen überzogen. Die neuen kommen bald.“

Neben den Kuchen bietet das Café nun auch verschiedene Frühstücke, samstags ein so genanntes Marktfrühstück, und eine wöchentlich wechselnde Mittagskarte an. Letztere wird Fisch-, Fleisch- und ein vegetarisches Gericht samt einem Eintopf beinhalten. „Sonntag gibt es ein Menü.“

Eigentlich hatte Markus Haberstroh das Nebenhaus Nummer 11 vor fünf Jahren erworben, um dort sein Café zu erweitern. Doch als er einen Abriss- und Neubauantrag stellte, wurde der Denkmalschutz aktiv. Der Grund: Das Gebäude stamme aus dem Jahr 1720 und sei eines der zehn ältesten Gebäude in Krefeld. Es steht jetzt unter vorläufigem Denkmalschutz.

Der Besitzer zeigt sich auch heute nicht begeistert: „Es läuft alles ziemlich zäh. Das Geld für die Planung habe ich, wenn das Haus unter Denkmalschutz gestellt wird, in den Schornstein gesteckt. Für mich ist das toter Raum. Denn eine Sanierung bedeutet eine Rückführung in den alten Zustand mit kleinen Fenstern. Diese Kosten sind für mich zu hoch. Dann muss das Haus zerfallen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung