Stau bis A57: Rheinbrücken-Sperrung sorgt für Verkehrschaos in Krefeld

Stau bis zur A57 : Rheinbrücke für Laster dicht - Jetzt herrscht in Krefeld das Chaos

Nach der Sperrung der Rheinbrücke stauen sich die 40-Tonner auf der Berliner Straße in Krefeld morgens bis zur A57. Anwohner reden von untragbaren Zuständen, Grund ist auch die schlechte Beschilderung.

Nur wenige Tage ist es her, dass eine Gruppe von rund 30 Anwohnern in Uerdingen und Linn das Lkw-Chaos vor der Haustür kritisiert hatte. Doch nun ist zu den Auswirkungen durch die Bauarbeiten am Kreisverkehr Floßstraße noch die Sperrung der Rheinbrücke gekommen – mit massiven Folgen.

„Bitte kümmern Sie sich um die untragbare Verkehrssituation Düsseldorfer Straße/Mündelheimer Straße in Uerdingen“, schreibt Leserin Andrea Dornoff unserer Zeitung. „Ich fahre jeden Tag zur Arbeit nach Düsseldorf über die Rheinbrücke und wohne an der Düsseldorfer Straße. Seit der Baustellen-Einrichtung und jetzt der Sperrung für Lkw über 7,5 Tonnen herrscht das totale Chaos.“

Tatsächlich standen am Dienstag und Mittwochmorgen die Lastwagen von der Linner Straße bis zur A 57 auf der Berliner Straße auf einer Länge von etwa anderthalb Kilometern. Fluchende Autofahrer auf der Spur, die später über die Rheinbrücke führt, dazwischen: Weil manche Lastwagenfahrer erst kurz vor der Brücke das Verbotsschild für schwere Lkw entdecken, wollen sie nach links abbiegen – und blockieren endgültig den Verkehr. Wie ein Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau NRW bestätigt, sei die Beschilderung „gewöhnungsbedürftig“. Ob dieser Effekt allerdings bei auswärtigen Fernfahrern eintritt, dürfte fraglich sein. Und viele von ihnen ignorieren die Schilder gleich vollständig; sie fahren einfach weiter über die Brücke.

Das Chaos komplett macht, dass nun auch die Spur der Floßstraße, die auf die Rheinbrücke führt, gesperrt ist. „Wir arbeiten so schnell und so gut wir können“, sagt Lothar Lessmann, Sprecher des zuständigen Kommunalbetriebs der Stadt Krefeld und stellt das Ende der Arbeiten zumindest an dem Kreisverkehr vor Weihnachten in Aussicht. „Bis dahin haben wir keine Alternative.“

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