Krefeld: Robert-Jungk-Gesamtschule bekommt einen Neubau

Robert-Jungk-Gesamtschule : Am Reepenweg in Hüls entsteht Krefelds größte Schule

Die Robert-Jungk-Gesamtschule bekommt derzeit einen Neubau. Die Oberstufe wird künftig siebenzügig sein.

Obwohl Ferien sind, herrscht an der Robert-Jungk-Gesamt-
schule in Hüls rege Betriebsamkeit. Die Schule bekommt derzeit einen dringend benötigten Neubau und wird so um 2600 Quadratmeter größer. Die Investition hierfür beträgt etwas mehr als neun Millionen Euro. Im Dezember 2020 soll das Solitärgebäude am Reepenweg fertig sein. Da die zweizügige Oberstufe aus Kerken sukzessiv hinzukommt, wird die Lehranstalt siebenzügig und damit die größte in Krefeld sein.

Bürgermeisterin Gisela Klaer sagt: „Wir hatten in der Vergangenheit bereits mehrere erste Spatenstiche, der Raumbedarf ist enorm. Wir investieren gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gemeinde Kerken, deren Oberstufenschüler diese Schule besuchen werden.“ Mit diesem Neubau werde das Gesamtschulkonzept in Krefeld ausgebaut, berichtet Klaer. „Wir machen einen großen Sprung nach vorne. Zwölf neue Klassen und drei Kunsträume werden entstehen. Mit dem Schwerpunkt Kunst, dem zusätzlichen Sprachenangebot von Französisch, Spanisch und Latein und der Inklusion ist die Schule gut unterwegs.“

Schulleiterin Regina Lingel-Moses betont, dass es nun möglich sei, die pädagogischen Konzepte besser umzusetzen. Während der Neubau hauptsächlich von der Oberstufe genutzt wird, stehen die Kunsträume allen zur Verfügung. Damit die Schule nicht nur größer, sondern auch schöner daherkommt, wird sie später nach und nach saniert. Der triste graue Eingangsbereich verwandelt sich ebenso in eine grüne Insel wie Bereiche des bestehenden Geländes. Die Bäume bleiben erhalten und bekommen umlaufende Sitzbänke, die zum Verweilen einladen.

Neben diesem Gebäude in Hüls hat die Gesamtschule seit 2014 einen dreizügigen Standort für die Sekundarstufe I in Kerken-Aldekerk. Foto: Jochmann, Dirk (dj)

Neuer Anbau soll ein
grünes Dach bekommen

Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking lobt die außergewöhnliche Kooperation: „Sie klappt so gut, weil die Chemie stimmt und die Schulleiter vertrauensvoll miteinander umgehen. Die interkommunale Zusammenarbeit fand bereits bundesweit Beachtung. Wir haben gut gespart und investieren in die Schüler.“ Er dankt für die Krefelder Hilfe und freut sich, dass die Gesamtschule für Kerken auf diese Weise erhalten bleibe.

Rachid Jaghou, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, erklärt, dass sich das schöne neue Solitärgebäude mit seiner Keramik-Fassade gut in den Bestand einpasse. „Es wird zweigeschossig errichtet, bekommt ein Gründach und lichtdurchflutete Räume. Die Flure werden auch Aufenthaltsbereiche, beziehungsweise Rückzugsbereiche für die Schüler. Während es mit einem Verbindungsgang an das Bestandsgebäude angeschlossen wird, verbindet ein unterirdischer Versorgungsgang alle Gebäudeteile mit der bestehenden Energiezentrale. Sie ist von der Pförtnerloge regelbar.“

Jörg und Katrin Wollenweber als Architekten erklären, dass die glasierte Keramik-Fassade wenig Folgekosten, aber hohe Robustheit verspricht und auch rote Akzente besitzen wird. „Außerdem erfüllt der quadratische Baukörper die Anforderungen an Raumprogramm, Angliederung an den Bestand und Schonung des Baumbestandes. Es ist ein Haus der kurzen Wege.“

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