KEV-Trainer Rick Adduono im Interview: „Es gibt keine Ausreden“

KEV-Trainer Rick Adduono im Interview: „Es gibt keine Ausreden“

Der Pinguine-Trainer über die fehlende Konstanz, die Qualität des Teams, der Zugänge und seine Zukunft in Krefeld.

Krefeld. Die Pause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kommt den Krefeld Pinguinen nach zuletzt kraftraubenden Begegnungen in nur geringer Personalstärke entgegen. Trainer Rick Adduono musste zu Beginn der Woche erst einmal selber etwas kürzertreten, da ein Infekt den Kanadier kurzzeitig ans Bett fesselte. Jetzt allerdings ist Adduono wieder fit und auf den Saisonendspurt mit seiner Mannschaft fokussiert. Die WZ sprach mit dem Pinguine-Trainer über das Saisonfinale.

Herr Adduono, war es die Leistung beim 1:3 gegen Ingolstadt, die Sie zuletzt ans Bett fesselte?

Rick Adduono: (lacht) Nein, daran hat es nicht gelegen, auch wenn mir das Spiel auch noch nach dem Sonntag schwer im Magen lag.

Haben Sie eine Erklärung, warum Ihr Team auch nach 44 Spielen immer noch keine Konstanz an den Tag legt?

Adduono: Das ist eine Frage, die ich bislang nicht wirklich beantworten konnte. Sicherlich haben uns einige wichtige Spieler immer wieder gefehlt, so dass wir nur selten mit der besten Formation spielen konnten.

Diese Probleme haben andere Mannschaften aber auch.

Adduono: Das stimmt. Es gibt keine Ausreden. Wir werden nicht danach suchen, um unsere Tiefs in dieser Saison zu erklären.

Ausgerechnet in den verbleibenden acht Spielen muss unbedingt eine Siegesserie her, die es in dieser Saison noch nicht gab.

Adduono: Wir müssen die Siege jetzt einfach einfahren, und das wissen wir auch. Dafür müssen sich alle Spieler auf dem Eis verbessern. Ich denke, dass sich dazu auch noch mal die Zusammensetzung der Reihen verändern wird.

Hat Ihr Team denn die Qualität diesem Druck standzuhalten und in die Play-offs einzuziehen?

Adduono: Ja, wir haben die Qualität. Wir konnten in dieser Saison einfach die Ausfälle nicht eins zu eins ersetzen, das war unser größtes Manko. Vielleicht haben unsere jungen Spieler auch diese Saison einfach noch nicht genug Erfahrung gehabt.

Aber von ihren Neuzugängen enttäuschten vor allem die Spieler mit einer Ausländerlizenz, oder?

Adduono: Klar, wir haben uns von einigen Spielern mehr versprochen.

Inwieweit haben Sie neue Informationen über Ihre Zukunft bei den Pinguinen?

Adduono: Es gab Gespräche mit dem Verein. Ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit dieser Stadt und diesem Verein und arbeite jeden Tag so hart es geht, damit wir dieses Jahr noch in die Play-offs kommen. Es gibt aber noch nichts zu vermelden.

Wird es denn einen Trainer Rick Adduono in Krefeld noch geben, wenn die Play-offs verpasst werden sollten?

Adduono: Diese Frage müssen andere beantworten. Ich weiß, dass es auch gerade in der jetzigen Phase Kritiker meiner Arbeit gibt. Ich glaube aber, dass alle Menschen, mit denen ich hier tagtäglich zusammenarbeite, sehen, wie viel Einsatz ich für die Pinguine einbringe.